Als Maple Leafs-Fan beim Therapeuten - Doch jetzt wird alles besser

Die Toronto Maple Leafs haben einen Saisonstart deutlich unter den Erwartungen hingelegt. In der letzten Woche wurde deshalb der teuerste Trainer der Liga, Mike Babcock, entlassen. Zum Glück gibt’s nun Aussicht zur Besserung.

Nach sechs Niederlagen und dem Fall aus den Playoff-Plätzen ergriffen die Verantwortlichen der Toronto Maple Leafs in der vergangenen Woche die im Sport naheliegenste Massnahme: Sie stellten Trainer Mike Babcock frei, der seit 2015 im Amt und mit einem Gehalt von über sechs Millionen pro Jahr der teuerste gewesen war. Die Verantwortlichen - allen voran Präsident Brendan Shanahan - sind überzeugt, dass das Hauptproblem der Leafs der Trainer war und dass das Team eigentlich das Potential für einen langen Playoff-Run hat. 

Potential befindet sich im Team tatsächlich en masse. Auston Matthews, John Tavares und Mitch Marner, die alle über zehn Millionen pro Jahr verdienen, dürften mittlerweile überall bekannt sein. Dazu kommen Ausnahmetalente wie William Nylander oder Morgan Rielly. Und trotzdem hatten die Leafs zum Saisonstart in 23 Spielen nur neun Siege eingefahren.

Die Fans werden schnell unzufrieden

Die Toronto Maple Leafs sind eine der weltweit bekanntesten Sportorganisationen. Es wird in den Medien sehr viel über sie diskutiert, vor allem wenn es dem Team nicht läuft. Auch die Fans werden sehr schnell ungeduldig. So wurde während der vergangenen Saison Jake Gardiner mehrmals ausgepfiffen, weil er sich - in einer weniger guten Saisonphase der Leafs - einen Bock leistete.

Steve Dangle ist ein Eishockeyexperte für Sportsnet und hat einen eigenen Podcast. Sein Herzensverein sind natürlich die Toronto Maple Leafs. Alle leidenschaftlichen Fans kennen wohl das Gefühl, wenn die Lieblingsmannschaft nicht so abliefert wie man das gerne hätte. Genau deshalb hat sich Dangle in einem amüsanten Video in die Therapie begeben. Der Grund? «Dieses Team ruiniert mein Leben», sagt er gleich zu Beginn. Das kennen wir doch alle...

Als Fan hat man es meist schwer, einem Nicht-Fan die Probleme des eigenen Teams aufzuzeigen und darüber zu diskutieren. So stellt der Therapeut meist sehr unpassende und wenig zielführende Fragen. Und die Diskussion ist ziemlich einseitig: Dangle jammert über die Probleme der Leafs, während der Therapeut nur nickend zustimmen kann.

Das Video wurde kurz vor der Babcock-Entlassung aufgenommen. Vermutlich wird es Dangle, nicht etwa wegen des hilfreichen Therapeuten, automatisch besser gehen.

Denn tatsächlich hat sich der Trainerwechsel bisher bezahlt gemacht. Die Leafs konnten die ersten zwei Spiele unter dem neuen Trainer Sheldon Keefe, der vom AHL Team befördert wurde, gewinnen. Es scheint allen Fans der Leafs bald besser zu gehen, auch ohne Therapie.


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