Auch Swiss Ice Hockey im Geschäftsjahr 19/20 mit Verlust

Die Generalversammlung von Swiss Ice Hockey genehmigte am Montag in Ittigen die Jahresrechnung 2019/20. Diese weist einen Verlust von 143'909 Franken aus – Grund dafür sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Dank Kostenreduktionen und Sofort-Sparmassnahmen konnte Swiss Ice Hockey einen grösseren finanziellen Schaden verhindern.

Swiss Ice Hockey hat das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem Verlust von 143'909 Franken beendet. Die Jahresrechnung wurde anlässlich der Generalversammlung am Montag, 7. September im Haus des Sports in Ittigen präsentiert. Der Jahresumsatz fiel mit 62.2 Millionen Franken rund 5.5 Millionen Franken tiefer aus als noch im vergangenen Jahr. Hauptgrund für den Jahresverlust und den tieferen Umsatz sind die Umstände und finanziellen Konsequenzen rund um Covid-19. Infolge der vom Bundesrat beschlossenen ausserordentlichen Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie musste die Saison 2019/20 vorzeitig abgebrochen werden. So wird bei den Erträgen aus TV- und Sponsoring-Partnerschaften trotz progressiv steigenden Mehreinnahmen aus den medialen Rechten ein geringerer Wert gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen. Swiss Ice Hockey stand jedoch seit Ausbruch der Corona-Krise konsequent auf die Kostenbremse, wodurch trotz deutlich tieferem Umsatz ein höherer Jahresverlust vermieden werden konnte. 

In den Bereichen Marketing und Sport konnten auf Aufwandseite durch die Absagen sämtlicher Nationalmannschaftstermine ab März 2020 und den durch den vorzeitigen Saisonabbruch deutlich tiefer ausgefallenen TV-Produktionskosten rund 3.3 Millionen Franken eingespart werden. Im Bereich Personal sanken die Aufwände im Vergleich zum Vorjahr um 2.4 Millionen Franken – dies unter anderem durch die Einführung von Kurzarbeit zwischen April und Juni. Auch Verwaltungsrat und Geschäftsleitung verzichteten von April bis Juni proportional auf einen Teil ihrer Honorare respektive Saläre. Durch den frühzeitigen Saisonabbruch und die Absage der Heim-WM 2020 fiel der Entschädigungsaufwand für Schiedsrichter und Funktionäre einiges tiefer aus im Vergleich zum Vorjahr. Auch wurden keine Weltmeisterschaftsprämien fällig. 

Dank der Kostenreduktionen und Sofortmassnahmen in den Bereichen Marketing, Sport, Personal und Betriebsaufwand konnte die Umsatzminderung aufgrund der Corona-Pandemie einigermassen aufgefangen werden. Verwaltungsratspräsident Michael Rindlisbacher bedankte sich an der GV bei Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, allen Mitarbeitenden, Funktionären und Schiedsrichtern sowie den Partnern und Sponsoren für ihr grosses Engagement sowie das Verständnis und Entgegenkommen in dieser schwierigen Phase – nur dank dem gemeinsamen Commitment zu Swiss Ice Hockey konnte verhindert werden, dass die Organisation einen grösseren finanziellen Schaden erleidet. «Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise und den gegebenen Voraussetzungen für den Spielbetrieb, vor allem in den Ligen des Leistungssports, bleibt die wirtschaftliche Situation für Swiss Ice Hockey und alle Clubs weiter extrem angespannt», so Michael Rindlisbacher. «Nach einer ausserordentlichen Saison 2019/20 stehen uns wiederum grosse organisatorische und finanzielle Herausforderungen bevor.» Die Generalversammlung genehmigte den Jahresbericht des Präsidenten und der Geschäftsleitung sowie die Jahresrechnung und erteilte dem Verwaltungsrat die Décharge.




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