Aufgebot zur Frauen-WM: Grosse Bewährungsprobe für junges Schweizer Team

Die Schweizer Frauen Eishockey-Nationalmannschaft steht ab dem 4. April 2019 an der Weltmeisterschaft in Espoo (Finnland) im Einsatz. Diese findet erstmals mit zehn teilnehmenden Nationen statt. Die Schweizer Nationaltrainerin Daniela Diaz hat ihr Kader für das WM-Turnier bekanntgegeben – die Mannschaft wurde deutlich verjüngt.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2019 der Top Division der Frauen findet vom 4. bis 14. April im finnischen Espoo statt. Das Turnier wurde von acht auf zehn Nationen aufgestockt, welche in zwei leistungsmässig abgestufte Gruppen eingeteilt sind. Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft trifft – aufgrund der sehr guten Resultate an den olympischen Spielen 2018 – neu in der stärkeren Gruppe A auf Titelverteidiger USA, Kanada sowie Gastgeber Finnland und Russland. Das Team von Daniela Diaz eröffnet die WM am Donnerstag, 4. April gegen Turnier-Mitfavorit Kanada.

Die Nationaltrainerin hat nun ihr Aufgebot für die WM bekanntgegeben. Nachdem im Anschluss an die olympischen Spiele in Pyeongchang 2018 zahlreiche erfahrene Spielerinnen ihren Rücktritt aus dem Nationalteam gaben, findet in der Mannschaft ein grosser Umbruch statt. Im 23-köpfigen WM-Kader stehen nicht weniger als zehn Spielerinnen mit Jahrgang 1999 oder jünger. Mit Torhüterin Saskia Maurer und den Verteidigerinnen Lara Christen, Sinja Leemann und Nicole Vallario reisen auch vier Spielerinnen mit nach Finnland, die im Januar mit der U18-Nationalmannschaft die erstmalige WM-Viertelfinalqualifikation auf dieser Stufe feierten.

Daniela Diaz sieht die Verjüngung ihrer Mannschaft als Chance: «Die jungen Spielerinnen lernen schnell und bringen frischen Wind ins Team, während die Routiniers für Stabilität auf und neben dem Eis sorgen.» Zu den Routiniers gehört auch Lara Stalder, welche nach einer Verletzung für die WM nun grünes Licht erhielt.

Aus der stärkeren Gruppe A qualifizieren sich sämtliche Mannschaften – und damit auch die Schweiz – automatisch für die Viertelfinals (sowie zusätzlich die drei punktbesten Teams der Gruppe B). In der Gruppenphase gehe es deshalb vor allem darum, wichtige Erfahrungswerte zu sammeln und die Abstimmung im Hinblick auf das Viertelfinale schnellstmöglich zu finden. «Wir wollen den starken Gruppengegnern das Leben so schwer wie möglich machen und die Gruppenspiele nutzen, um als Team noch stärker zusammenzurücken», sagt Daniela Diaz.

Die Qualifikation für den WM-Halbfinal wäre für das junge Schweizer Team ein Coup – «dafür braucht es einen grossen Effort, eine tadellose Einstellung von jeder Einzelnen und vor allem einen grossen Teamcharakter», so Nationaltrainerin Daniela Diaz.

Das Schweizer WM-Aufgebot

Torhüterinnen (3): Janine Alder (St. Cloud State University, USA), Andrea Brändli (Ohio State University, USA), Saskia Maurer (HC Dragon Thun).

Verteidigerinnen (8): Livia Altmann (Colgate University, USA), Nicole Bullo (HC Ladies Lugano), Lara Christen (SC Langenthal), Sarah Forster (Brynäs IF, SWE), Sinja Leemann (SC Rapperswil-Jona Lakers), Shannon Siegrist (SC Weinfelden Ladies), Nicole Vallario (HC Ladies Lugano), Stefanie Wetli (EHC Winterthur).

Stürmerinnen (12): Rahel Enzler (SC Reinach), Alina Müller (Northeastern University, USA), Kaleigh Quennec (University of Montreal, CAN), Evelina Raselli (SC Reinach), Lisa Rüedi (GCK/ZSC Lions), Dominique Rüegg (GCK/ZSC Lions), Noemi Ryhner (EV Zug), Jessica Schlegel (GCK/ZSC Lions), Phoebe Staenz (HC Ladies Lugano), Lara Stalder (Linköping HC, SWE), Isabel Waidacher (Djurgardens IF, SWE), Sabrina Zollinger (HV71, SWE).


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