Biels Unglückslinie - Künzle, Diem und Riat müssen sich steigern

Der EHC Biel hat den SC Bern mit zwei Niederlagen wieder in die Serie zurückkommen lassen. Eine Linie hat im Halbfinal noch nicht an seine Leistungen anknüpfen können.

In der Viertelfinal-Serie gegen den HC Ambri-Piotta lief es der Linie um Mike Künzle, Dominik Diem und Damien Riat ausgezeichnet. Die Flügelspieler Künzle und Riat erzielten je zwei Tore und bereiteten ein weiteres vor. Der auf der Mittelachse spielende Diem schoss ein Tor und bereitete ebenfalls eines vor. Sie waren hinter der Toplinie um Damien Brunner, Jason Fuchs und Robbie Earl die produktivsten Spieler im Team der Bieler.

Damien Riat war in der Qualifikation mit 25 Punkten Biels viertbester Skorer. (TOPpictures/Andy Buettiker)

Im Halbfinal gegen den SC Bern performt die nominell dritte Linie aber noch überhaupt nicht. Abgesehen vom Empty Netter Riats in Spiel 1 und einer Vorlage Künzles in Spiel 3 zum 5:2 war sie auf dem Skorerblatt nicht zu sehen. Trotzdem standen sie bei mehreren Treffern auf dem Eis, allerdings bei Gegentreffern. Alle drei weisen mit Minus-4 die deutlich schlechteste Plus-Minus-Bilanz der Bieler Mannschaft auf. Von den Stürmern hat einzig Damien Brunner ebenfalls eine negative Bilanz (-1).

Halbfinalübergreifend hat nur Joël Vermin eine gleich schlechte Bilanz. Auch er ist in dieser zweiten Playoff-Runde mehr unter- als aufgetaucht. Zwischen Vermins Linie und der dritten Bieler Sturmformation gibt es aber einen Unterschied: Die Lausanner Toplinie muss skoren, die dritte Bieler Linie darf skoren. Die Tore von Künzle, Riat und Diem sind mehr erwünschte Zusätze. Sie können zwar genauso ein Spiel entscheiden, wie es die Brunner-Linie kann. Es geht für sie aber auch darum - wie es grundsätzlich eigentlich das Ziel aller Linien ist - keine Tore zu erhalten. Das haben sie bisher aber noch nicht erreicht.

Bei den letzten zwei Spielen und den beiden Niederlagen gegen Bern verliessen sie das Eis je mit einer Minus-2-Bilanz. Beim Fehler Hillers war natürlich auch Pech dabei. Trotzdem liefen sie einige Male in einen Konter oder waren - wie zum Beispiel beim 1:0 im dritten oder beim 2:4 im vierten Spiel - in der eigenen Zone schon zu früh wieder offensiv eingestellt.

Mike Künzle weiss, wie man Meister wird. (TOPpictures/Andy Buettiker)

Um den SC Bern an der Finalqualifikation zu hindern, muss sich diese nominell dritte Linie wieder steigern. Entweder entscheiden sie sich, wieder Tore zu schiessen oder keine Gegentore zu erhalten. Wenn nur eines der beiden Ziele gelingt, dann steigen Biels Chancen auf den erstmaligen Finaleinzug in der höchsten Schweizer Liga seit Jahrzehnten um einiges. Heute Abend um 20:00 findet dafür das nächste Spiel statt.


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