Das passiert, wenn die zwei Schiessbuden der NHL aufeinander treffen

In der vergangenen Nacht kam es zum Duell zwischen den Ottawa Senators und den Chicago Blackhawks. Beide Teams stachen in dieser Saison bisher nicht durch eine stabile Defensive heraus - und so kam es zu einem spektakulären Spiel.

Neun Tore in den ersten 20 Minuten. Das gibt es nicht alle Tage in der NHL. Es sind Spiele, die wir als Fans lieben, die Trainer aber hassen. Sowohl Guy Boucher, aktueller Trainer der Ottawa Senators und ehemaliger Trainer des SC Bern, als auch der Bandengeneral der Chicago Blackhawks, Jeremy Colliton, werden wohl kaum mehr Haare auf dem Kopf haben.

Insgesamt 15 Tore fielen im Spiel zwischen Ottawa und Chicago. Das Endresultat war schliesslich 7:8 zu Gunsten der Blackhawks. Die Ottawa Senators starteten zwar besser in die Partie und führten nach zwei Toren durch die Beine von Blackhawks-Goalie Collin Delia mit 2:0. Keine drei Minuten später stand es allerdings schon wieder 2:2. Nach dem erneuten Führungstreffer von Ottawa wechselte zuerst Chicago den Torhüter, kurz darauf war auch der Arbeitstag von Anders Nilsson (Ottawa) beendet, nachdem Chicago erstmals in Führung ging.

Doch anstatt dem Ausgleich konnte Chicago die Führung ausbauen, musste aber kurz vor der ersten Pause den Anschlusstreffer zum 4:5 hinnehmen. Und wer gedacht hätte, das war’s, der lag falsch. Es fielen zwar nicht mehr so viele Treffer wie im ersten Drittel, auf beiden Seiten waren es trotzdem noch je drei. Im zweiten Abschnitt glich Ottawa noch aus, bevor Chicago dreimal in Serie traf und die Führung zum 5:8 ausbaute. Die Senators kamen mit zwei Treffern zwar nochmals heran, für die Verlängerung reichte es allerdings nicht mehr. Und so blieb es das Spiel mit den meisten Toren in dieser Saison neben einem 9:6 Sieg der Calgary Flames über die Columbus Blue Jackets.

Für die Torhüter war es ein «Spiel, das einem Goalie-Albtraum gleicht», wie der eingewechselte Torhüter der Blackhawks Cam Ward nach dem Spiel erzählte. Für die Stürmer aber ist es natürlich ein schöner Traum, wenn jeder zweite Schuss den Weg ins Tor findet. Sie konnten ihre Statistiken auf jeden Fall etwas verbessern. Alex DeBrincat mit einem Hattrick und zwei Torvorlagen war der Mann des Spiels, gefolgt von Patrick Kane, der mittlerweile eine 18 Spiele lange Punkteserie aufzuweisen hat. Insgesamt elf unterschiedliche Spieler haben mindestens zwei Punkte erzielt, 23 Spieler erschienen mindestens einmal auf dem Skorerblatt.

Verwunderlich war es aber nicht, dass ausgerechnet in diesem Spiel so viele Tore fielen. Chicago hat mit 223 Gegentoren vor Ottawa die schlechteste Defensive der Liga, welche mit 219 Gegentreffern folgen. Und offensiv haben beide Teams sehr viel Potential und liegen in der Liga in Sachen erzielte Tore beide in den Top Ten.

In dieser Saison werden beide Teams leider nicht mehr aufeinander treffen. Es wäre definitiv für Unterhaltung gesorgt.


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