Die Präsidenten zu den a-fonds-perdu-Beiträgen und der Liga-Reform

Die Präsidenten der National League Clubs haben sich an einer gemeinsamen Sitzung mit der aktuellen Lage der Covid-19-Krise und deren Auswirkungen auf das Schweizer Eishockey auseinandergesetzt.

Kurz nach Beginn der Saison 20/21 wurde den Clubs verboten, vor ihren Kunden, Sponsoren und Fans in den Stadien zu spielen. Die damit verbundenen Ertragsausfälle treffen alle 12 Clubs existenziell. Konkurse konnten bis anhin nur durch Lohnreduktionen, Verzicht auf Teilrückerstattung der Tickets und grosse Solidarität der Sponsoren sowie die Aussicht auf à fonds perdu-Entschädigungen des Bundes verhindert werden. Allerdings hat der Bund die Auszahlung der dringend nötigen à fonds perdu-Beiträge an so hohe Anforderungen in Bezug auf die individuelle Lohnreduktionen geknüpft, dass wohl kein einziger Club diese vollumfänglich erfüllen kann. Vergleichbare Hürden gibt es in keiner anderen Branche – sie müssen im Sinne der Fairness und Gleichbehandlung reduziert werden. Die Präsidenten ersuchen deshalb den Bundesrat und die Räte, rasch auf die von der Liga unterbreiten Lösungsansätze einzutreten. 

Die Präsidenten haben sich ebenso eingehend über die Liga-Reform unterhalten. Dabei handelt sich um ein langfristiges Projekt, das im Grundsatz von allen National League Clubs, deren Präsidenten und CEOs getragen wird, das für die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Schweizer Eishockeys von grosser Bedeutung ist und das ein Gesamtpaket von Reformen enthält. Abgesehen von der in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Ausländerregelung ist vor allem das völlig neue und innovative Financial Fair Play-System von zentraler Bedeutung, das zu einer eigenverantwortlichen Branchenlösung mit Blick auf die Salärreduktion führen soll. Die Detailregelungen sind zurzeit in Arbeit und werden so rasch als möglich, jedoch ohne äusseren Zeitdruck und in der nötigen Tiefe diskutiert und sollen im Rahmen der definitiven Vertragswerke der neuen National Hockey League AG verankert werden – und zwar einvernehmlich. Sobald diese Meinungsbildung und Diskussion abgeschlossen ist, wird die Öffentlichkeit informiert werden.




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