Die wichtigsten Einzelspieler der 12 Klubs in der ersten Saisonhälfte

Die meisten Teams haben die erste Saisonhälfte abgeschlossen. Gewonnen ist noch gar nichts, verloren genauso wenig. HockeyInfo stellt die wichtigsten Einzelspieler der 12 Klubs in der ersten Saisonhälfte vor.

ZSC Lions - Garrett Roe

Erstmals seit Auston Matthew haben die ZSC Lions wieder einen dominanten Erstliniencenter in den eigenen Reihen, der auch in der Kabine ein Leader ist. Der 31-jährige Amerikaner überragt mit seiner Spielübersicht und macht seine Linienpartner besser. Aktuell ist er mit 31 Punkten Ligatopskorer.

Beim EV Zug bereits ein Garant für Punkte, bei den ZSC Lions genauso. (© ZSC Lions – Berend Stettler)

EHC Biel - Jonas Hiller

Trotz seinem Rücktritt im nächsten Sommer ist Jonas Hiller weiterhin die wichtigste Einzelfigur des EHC Biel. Der 37-jährige Schlussmann bringt Stabilität und Sicherheit in die Bieler Defensive. In der National League ist er statistisch der beste Keeper. Zudem hexte er die Seeländer in Champions Hockey League und Schweizer Cup eine Runde weiter.

HC Genf-Servette - Henrik Tömmernes

Bereits die dritte Saison absolviert Henrik Tömmernes für den HC Genf-Servette. Und in jeder Spielzeit wurde er noch besser. Der 29-jährige Verteidiger ist der mit Abstand am meisten eingesetzte Spieler der Liga. Über 25 Minuten steht er pro Spiel auf dem Eis. Eine solche Kombination zwischen offensiver Spielfreude und defensiver Lebensversicherung findet man in der National League selten.

HC Davos - Perttu Lindgren

Er ist wieder ganz der alte: Perttu Lindgren hat seine Bestform nach der langen Verletzungspause wieder gefunden und kann Spiele im Alleingang entscheiden. Der 32-jährige Finne ist dank seiner Übersicht ein Grund, weshalb es dem HC Davos momentan so rund läuft. Mit 25 Punkten aus 22 Spielen ist er auf dem Weg, seinem persönlichen Rekord von 62 Punkten in der Saison 2015/16 gefährlich nahe zu treten. 

Lausanne HC - Christoph Bertschy 

Im breiten Kader des Lausanne HC fällt die Auswahl am schwersten. Zwölf Spieler mit mindestens elf Skorerpunkten, aber keiner mit einem Schnitt über einem Punkt pro Spiel sind symptomatisch dafür. Einer der durch sein Tempo und seine Stocktechnik heraussticht, ist Christoph Bertschy. Seit der 25-jährige Stürmer in Lausanne ist, sind die Waadtländer einfach stärker einzuschätzen. Er verbessert das Powerplay und das Boxplay und ist der am meisten eingesetzte Schweizer der Lausanner. 

EV Zug - Raphael Diaz 

In der für einen Meistertitel zu schwach befunden Defensive sticht einer heraus: Raphael Diaz ist Zugs Marathonmann und steht am zweitmeisten aller Schweizer Spieler auf dem Eis. Er ist ein Vorbild auf und neben dem Eis und verkörpert den EVZ so gut wie kein anderer Spieler. Er skort am laufenden Band und räumt hinten solide auf. Logischerweise weist er die beste Plus-Minus-Bilanz des Teams (+11) auf.

SCL Tigers - Harri Pesonen

Seit seinem Wechsel zu den SCL Tigers ist Harri Pesonen so richtig explodiert. Seine überragende letzte Saison war kein Zufall gewesen, der 31-jährige Finne knüpft nahtlos an seine dominante Spielweise an. Er trägt mit 25 Punkten bereits wieder das Topskorer-Trikot der Tigers. Dass er deutlich die beste Plus-Minus-Bilanz der Liga (+19) hat, zeigt auch seine defensive Verlässlichkeit. 

HC Fribourg-Gottéron - Reto Berra

Vor der Saison gab es noch die Gerüchte, dass Reto Berra den HC Fribourg-Gottéron im kommenden Sommer verlassen könnte. Der 32-jährige Torhüter verlängerte jedoch langfristig und scheint dies keine Sekunde zu bereuen. Zumindest ist er mit dem Kopf hundertprozentig in der Saanestadt. Er hat die zweitbeste Fangquote der Liga und gab der zu Beginn der Saison verunsicherten Mannschaft extremen Rückhalt. 

Reto Berra wird mit solch starken Leistungen sicherlich mit dem Aufgebot für die Heim-WM rechnen dürfen. (JustPictures)

HC Lugano - Alessio Bertaggia

Lange als Energiespieler bekannt, entwickelte sich Alessio Bertaggia immer mehr zum Skorer. Mit 15 Punkten ist er der drittbeste Punktesammler des enttäuschenden HC Lugano. Er bringt unglaublich viel Energie auf das Eis und trägt die DNA der Südtessiner aufs Eis. Dadurch drängt er sich immer mehr für ein WM-Aufgebot von Patrick Fischer auf.

SC Bern - Mark Arcobello

Mark Arcobello ist einer der wenigen, die ihre Form aus der vergangenen Saison mitgenommen haben. Er skort weiterhin über einen Punkt pro Spiel und ist damit die einzige Konstante im Berner Team. Ohne den 31-jährigen Amerikaner, der in der kommenden Saison zum HC Lugano wechseln wird, sähe die Bilanz des Schweizer Meisters noch düsterer aus. 

SC Rapperswil-Jona Lakers - Roman Cervenka

Es war ein risikoreicher Transfer. Doch bisher hat sich dieser ausbezahlt. Roman Cervenka hat mit 20 Punkten aus 12 Spielen den besten «Points per Game»-Schnitt. Zwar fiel der 33-jährige Tscheche in dieser Saison auch schon für mehrere Partien aus. Wenn er allerdings auf dem Eis steht, dann ist er der sogenannte «Gamechanger», der die Spiele im Alleingang für die Lakers entscheiden kann. Drei Game-Winning-Goals bestätigen dies eindrücklich.

HC Ambri-Piotta - Michael Fora

Zwar punktet Michael Fora nicht mehr so regelmässig wie in den ersten Wochen nach dem Saisonstart, doch der 24-jährige Verteidiger ist weiterhin der wichtigste Spieler des HC Ambri-Piotta. Er ist zum Abwehrminister aufgestiegen und einer der wenigen Verteidiger, die einen sauberen ersten Pass spielen können. Ohne ihn funktioniert das Powerplay nur halb so gut.




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