Diese Spieler werden nach der starken WM erstmals in die NHL wechseln

Die Weltmeisterschaft bietet vielen Spielern die Möglichkeit, sich nach einer hervorragenden Saison auch international gegen die besten der Welt präsentieren zu können. Nach persönlich starken Leistungen in der Slowakei werden folgende Spieler zu 99 % in die NHL wechseln.

Kaapo Kakko

Spätestens nach der Weltmeisterschaft in der Slowakei ist der Name Kaapo Kakko über die  NHL hinaus verbreitet. Der 18-jährige Youngster gilt neben dem US-Amerikaner Jack Hughes als grosser Favorit auf den diesjährigen Nummer 1 Pick, welcher den New Jersey Devils gehört. So manche sehen den Flügelstürmer nach der WM als besten Spieler seines Jahrgangs und würden ihn womöglich vor Hughes auswählen.

Kaapo war mit sechs Treffern der beste Torschütze der Finnen und trug viel zur Goldmedaille seines Landes bei. Trotz des jungen Alters fiel er körperlich, läuferisch und stocktechnisch überhaupt nicht ab, sondern stach vielmehr heraus. Immer wieder zeigte er erstaunliche Moves, die man sonst von einem 18-Jährigen noch nicht so stilsicher erwarten kann.

 

Falls Kakko nicht als Nummer 1 gezogen werden würde, wird er als zweiter Pick vermutlich trotzdem bereits seinen ersten NHL-Vertrag unterschreiben. Denn an der WM hat er eindrücklich unter Beweis gestellt, dass er bereits konstant auf hohem Niveau glänzen kann. Er dürfte somit den Maximallohn von 925’000 US Dollar erhalten.

Nikita Gusev

Bereits seit mehreren Jahren gehört Nikita Gusev zu den besten Spielern in der KHL. In den letzten drei Spielzeiten hat er deutlich über einen Punkt pro Spiel gesammelt. In dieser Saison war Gusev mit Abstand der beste Skorer in der KHL. Zu seinen 65 Vorlagen in 62 Spielen kommen 17 Tore.

An der Weltmeisterschaft hat der 26-jährige Russe erneut bewiesen, dass er ohne Probleme mit den besten der Welt mithalten kann. An seinem vierten internationalen Turnier (drei Weltmeisterschaften, eine Olympiade) skorte er zum vierten Mal mindestens einen Punkt pro Spiel. In Bratislava war Gusev mit 16 Punkten aus zehn Spielen der drittbeste Skorer. Insgesamt hat er an Grossturnieren in 30 Einsätzen 16 Tore erzielt und 30 weitere vorbereitet.

2012 war Gusev in der siebten Runde an 202. Stelle von den Tampa Bay Lightning gedraftet worden. Im Expansion Draft 2017 sicherten sich die Vegas Golden Knights seine Rechte. Im April unterschrieb der Flügelspieler einen Entry-Level-Vertrag für die vergangene Saison, um diesen hinter sich zu bringen, damit er nun einen lukrativen Deal unterschreiben kann.

Gusevs Karriere ist sehr mit derjenigen von Alexander Radulov zu vergleichen. Dieser wagte ebenfalls sehr spät den Schritt nach Nordamerika, nachdem er in der KHL dominiert und locker einen Punkt pro Spiel gesammelt hatte. Mittlerweile skort der 32-jährige Radulov in der NHL 70 Punkte pro Saison und verdient über sechs Millionen pro Jahr. Eine ähnliche Gehaltsvorstellung dürfte auch Gusev haben.

Dominik Kubalik

Der dritte Name im Bunde ist in der Schweiz bestens bekannt. Dominik Kubalik krönte sich mit 57 Punkten aus 50 Spielen zum Topskorer der vergangenen National League-Saison und wurde später zum MVP der Liga gewählt. Dadurch kam er - neben vielen grossen Namen aus der NHL - zu seinem zweiten WM-Aufgebot.

Vor einem Jahr wurde der 23-jährige Flügel mit acht Punkten tschechischer Topskorer. In der Slowakei bestätigte er sein Können, erzielte sechs Tore und bereitete genauso viele vor, obwohl er selten neben einem NHL-Spieler aufgelaufen war. Leider scheiterte Kubalik im Spiel um Platz 3 im Penaltyschiessen an Torhüter Andrei Vasilevski, ansonsten wäre dies die Krönung einer unglaublichen Saison gewesen.

Obwohl die Chicago Blackhawks noch keine offizielle Vertragsunterzeichnung vermeldet haben, dürften die Verhandlungen längst begonnen haben und sogar schon fortgeschritten sein, wie der russische Journalist Igor Eronko auf Twitter veröffentlichte.

Falls er sich mit den Blackhawks nicht einigen kann, hat der Tscheche weiterhin einen laufenden Vertrag mit Ambri-Piotta. Er wäre eine extreme Bereicherung für die Schweizer Liga und würde deren Stellenwert mit einem Verbleib sicherlich erhöhen.


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