Diese Teams qualifizieren sich für die Playoffs 2019

Die Regular Season steht auf der Zielgerade. Während Lausanne und Langnau vermutlich durch sind, kämpfen noch sechs Teams um die verbleibenden vier Plätze. Rechnet man die Punkteschnitte der Strichkandidaten gegen ihre jeweiligen Gegner aus, kommt man zu folgenden Playoff-Teilnehmer.

Die Regular Season ist so eng wie noch nie. Wer schafft die Playoffs, wer fällt noch unter den Strich? Diese Fragen stellen sich die Hockey-Kenner seit Wochen, doch die Tabelle gleicht einem Standbild. Für die Teams oberhalb des Striches ist dies natürlich toll, für diejenigen unter dem Strich weniger.

Mittlerweile scheinen der Lausanne HC und die SCL Tigers ebenfalls mit den Playoffs planen zu können. Sie haben neun beziehungsweise acht Punkte Vorsprung auf den Strich und liegen auf Platz drei und vier. Somit bleiben noch vier Playoff-Plätze für sechs Teams. Bleiben Ambri, Biel, Lugano und Zürich in den ersten Acht und müssen Fribourg und Genf tatsächlich den Gang in die Playouts antreten?

Eine Antwort zu finden ist unmöglich. Doch der verbleibende Spielplan und die bisherigen Resultate gegen die jeweiligen Gegner können uns kleine Hinweise geben. Am Beispiel Genf heisst dies: Die Westschweizer spielen in dieser Saison noch gegen Rapperswil, Bern, Fribourg, Biel und Zürich. Gegen Rapperswil haben die Genfer bisher zwei von drei Spiele verloren und das dritte erst nach Verlängerung gewonnen. Mit nur zwei von neun möglichen Punkten gibt das einen Schnitt von 0.66 Punkten pro Spiel. Gegen Bern hat Servette vier von neun Punkten gesammelt, hat also einen Schnitt von 1.33 Punkten pro Spiel. Rechnet man alle diese Schnitt gegen die verbleibenden Gegner aus, wird Genf noch acht Punkte sammeln. Damit kämen sie nach 50 Spielen auf 71 Punkte.

Ambri-Piotta (5.)

  • Fribourg: 2:3 n. V., 2:1, 2:5, (auswärts) -> 1.33
  • Biel: 1:5, 0:6, 0:3, (heim) -> 0
  • Lausanne: 4:1, 2:1, 3:0, (a) -> 3
  • Davos: 5:2, 5:0, 6:3, 2:3 n. P., 4:2, (h) -> 2.6
  • Zug: 1:2, 2:3 n. P., 2:6, 4:3 n. V., 6:3, (a) ->1.2
  • Rapperswil: 2:1, 5:2, 2:4, (h) -> 2

Biel (6.)

  • Langnau: 5:3, 3:2 n. P., 0:4, (h) ->1.66
  • Ambri: 5:1, 6:0, 3:0, (a) -> 3
  • Zug: 2:4, 2:3, 1:4, (h) -> 0
  • Lausanne: 4:1, 1:2, 2:4, 3:2, 2:5, (h) -> 1.2
  • Genf: 3:0, 5:1, 1:6, 5:3, 3:1, (a) -> 2.4
  • Davos: 7:3, 2:7, 4:2, (a) -> 2

Lugano (7.)

  • Zürich: 5:3, 4:7, 1:3, (a) -> 1
  • Rapperswil: 6:0, 3:6, 2:3, (h) -> 2
  • Fribourg: 1:2, 6:0, 3:2, (a) -> 2
  • Zug: 5:6, 0:1, 0:4, 4:3, 3:0, (h) -> 1.2
  • Davos: 3:1, 5:2, 6:1, 3:4, 4:0, (a) -> 3
  • Bern: 0:4, 4:2, 0:3, (h) -> 1

ZSC Lions (8.)

  • Lugano: 3:5, 7:4, 3:1, (h) -> 2
  • Davos: 3:2, 1:5, 1:2 n. V., (a) -> 1.33
  • Langnau: 1:4, 1:4, 4:3 n. P., 0:1, 4:1, (h) -> 1
  • Bern: 1:2 n. V., 2:3, 1:4, 0:3, 1:3, (a) -> 0.2
  • Rapperswil: 2:1, 1:0, 5:2, 1:0, 1:4, (h) -> 2.4
  • Genf: 1:2, 0:2, 1:4, (a) -> 0

Fribourg (9.)

  • Ambri: 3:2 n. V., 1:2, 5:2, (h) -> 1.66
  • Langnau: 2:0, 10:3, 1:3, (a) -> 2
  • Lugano: 2:1, 0:6, 2:3, (h) -> 1
  • Genf: 1:3, 1:2, 0:5, 3:5, 5:3, (h) - > 0.6
  • Lausanne: 1:5, 1:4, 5:2, 3:2 n. V., 0:3, (a) -> 1
  • Zug: 3:6, 4:1, 0:3, (h) -> 1

Genf (10.)

  • Rapperswil: 3:4, 1:3, 3:2 n. V., (a) -> 0.66
  • Bern: 3:1, 0:7, 4:5 n. V., (a) -> 1.33
  • Fribourg: 3:1, 2:1, 5:0, 5:3, 3:5, (a) -> 2.4
  • Biel: 0:3, 1:5, 6:1, 3:5, 1:3, (h) -> 0.6
  • ZSC: 2:1, 2:0, 4:1, (h) -> 3

Es ist offensichtlich, dass im Spiel zwischen Fribourg und Ambri morgen nicht 1.66 und 1.33 Punkte verteilt werden, jedoch kann aufgezeigt werden, welche Mannschaften gegen einige Gegner etwas Mühe haben. So hat Genf gegen Rapperswil in drei Spielen erst zwei Punkte geholt, was schliesslich die Playoff-Qualifikation kosten könnte. Gegen die ZSC Lions sind die Genfer hingegen sehr gut und haben alle drei Partien gewonnen.

So viele Punkte würden die jeweiligen Teams mit den oben gemachten Rechnungen noch holen:

Ambri: 70 + 10.13 = 80.13 Punkte

Biel: 68 + 10.1 = 78.1 Punkte

Lugano: 66 + 10.2 = 76.2 Punkte

Zürich: 65 + 6.93 = 71.93 Punkte

Fribourg: 65 + 7.22 = 72.2 Punkte

Genf: 63 + 8 = 71 Punkte

Wer hätte das gedacht? Die ZSC Lions würden nach diesen Berechnungen noch unter den Strich fallen. Und Fribourg würde sich im letzten Moment doch noch für die Playoffs qualifizieren. Genf wird es aller Voraussicht nach nicht mehr für die Playoffs reichen. Sie haben als einzige Mannschaft (neben Lausanne) schon 45 Spiele bestritten. Obwohl sie in den verbleibenden fünf Spielen noch mehr Punkte holen sollten als Zürich und Fribourg, ist der Rückstand zu gross.

Ambri, Biel und Lugano scheinen alle drei ohne Probleme durchzukommen. Die beiden Tessiner Klubs spielen noch je einmal gegen Rapperswil und Davos, wo definitiv mit Punkten gerechnet werden sollte.

Schliesslich wissen nur die Hockeygötter, wer den Sprung in die Playoffs schafft. Neben dem Rennen um die Qualifikation wollen die Teams natürlich auch möglichst um Platz sieben und acht herumkommen und sich am liebsten auf dem sechsten Platz positionieren. Denn auf Bern und Zug will vermutlich niemand bereits im Viertelfinal treffen, vor allem nicht Zürich und Lugano. Doch zuerst müssen die Playoffs erreicht werden - und das scheint für den letztjährigen Meister gar nicht so ein einfaches Unternehmen zu sein.


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