Diese Transfers haben in der Saison 2019/20 besonders enttäuscht

Sie haben alle im Sommer den Verein gewechselt und wollten ihre Karriere neu lancieren. Doch anstatt bei ihrem neuen Klub eine tragende Rolle einzunehmen sind sie nach einer durchwachsenen Saison eher als Flop abzustempeln.

Anton Gustafsson (36 Spiele, 3 Tore + 1 Assist)

Im Sommer verliess Anton Gustafsson die SCL Tigers zum dritten Mal in seiner Karriere. Ob er auch ein drittes Mal wieder zurückkehrt? Die Wahrscheinlichkeit ist vorhanden, da der 30-jährige Schwede woanders einfach nicht funktioniert. 2016 versuchte er sich bereits bei Fribourg-Gottéron, verliess die Drachen aber bereits während der Saison wieder in Richtung Heimat und kehrte auf die neue Saison hin zurück zu den Tigers.

Mit dem EHC Biel wollte er eine grössere Rolle im nationalen Wettbewerb spielen, doch auch dieser Versuch scheiterte gänzlich. Während er für die Tigers in der National League immer mindestens 12 Skorerpunkte pro Saison verbuchte, erzielte der einst in der ersten Runde gedraftete Center nur gerade drei Tore und bereitete eines vor. Gustafsson plagten zwischenzeitlich zwar Rückenprobleme, die Erwartungen waren aber sicherlich höher.

Jérôme Bachofner (33 Spiele, 4 Tore)

Nachdem Jérôme Bachofner in der vergangenen Saison dank zwischenzeitlich sehr starken Leistungen bei den ZSC Lions der Durchbruch gelungen war, zog es ihn weiter zum EV Zug. Anstatt die letzte Saison zu bestätigen, als er 16 Skorerpunkte sammelte, blieb der 23-jährige Stürmer eher unter seinem Potential. In 33 Spielen erzielte Bachofner nur gerade vier Tore in der Meisterschaft. 

Auch in den erweiterten Statistiken steht Bachofner nicht gut da. Mit nur knapp einem halben Skorerpunkt pro 60 Minuten Eiszeit bei 5-gegen-5 war er der am deutlich ungefährlichste Stürmer der Zuger.

Nachdem Jérôme Bachofner in der vergangenen Saison zwischenzeitlich gar Topskorer der ZSC Lions war, übernahm er in dieser Saison beim EV Zug nur die Rolle eines unproduktiven Hinterbänklers. (JustPictures)

Nando Eggenberger (39 Spiele, 1 Tor)

Nach einem Jahr in der kanadischen Juniorenliga OHL kehrte Nando Eggenberger im Sommer zu seinem Jugendklub Davos zurück. Trotz seiner damals erst 19 Jahren wies er bereits reichlich Erfahrung in der National League (72 Spiele) auf und hatte auch schon die ersten Skorerpunkte gesammelt. Doch anstatt während seines Nordamerika-Abenteuers einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, machte er eher einen, wenn nicht zwei Schritte zurück. Nach 20 Spielen ohne Torbeteiligung beim HCD wechselte er zu den Rapperswil-Jona Lakers. Allerdings blieb ihm auch dort der erneute Durchbruch verwehrt. Immerhin konnte er in 19 Einsätzen im Trikot der St. Galler doch noch den ersten und einzigen Saisontreffer erzielen. 

Jérémie Kamerzin (49 Spiele, 2 Tore + 2 Assists)

Nach drei Jahren beim SC Bern wechselte Jérémie Kamerzin zurück zum HC Fribourg-Gottéron. Dorthin, wo er seine zwei persönlich besten Spielzeiten gehabt hatte. Deshalb waren die Hoffnungen und Erwartungen hoch, dass Kamerzin im Alter von 31 (mittlerweile 32) Jahren noch einmal an seine besten Zeiten anknüpfen kann. 

Dies gelang ihm denkbar schlecht. Mit zwei Toren und zwei Assists ist er nur der sechstproduktivste Verteidiger des Teams. Auch von seiner defensiven Verlässlichkeit war nicht viel zu sehen. Bei 5-gegen-5 stand er bei 33 Gegentreffern und damit ligaweit am elftmeisten bei Gegentoren auf dem Eis.




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