Diesen Teams muss man zuschauen, wenn man in der National League viele Tore sehen will

Als neutraler Eishockeyfan hat man an Dienstag-, Freitag- oder Samstagabenden oftmals die Quall der Wahl, wenn man den Luxus des MySports-Abos geniesst. Welches Eishockeyspiel soll ich heute anschauen? Ein Blick in die Statistik zeigt, mit welchen Teams durchschnittlich am meisten Tore fallen und wo es am meisten Über- und Unterzahl-Situationen gibt.

Für die Zuschauer sind Tore meist die Highlights in einem intensiv geführten Eishockeyspiel. Während die Fans lieber ein 5:4 Spektakel zu sehen bekommen, ist ein 1:0 Sieg für einen Trainer meist beruhigender, da ihm defensive Aussetzer meist verwehrt bleiben und sich so der Nervenpegel in Grenzen halten kann. 

In dieser National League-Spielzeit fallen im Vergleich zur Vorsaison etwas mehr Tore pro Spiel. Insgesamt sind im Durchschnitt 5.57 Treffer pro Spiel zu sehen. In der Saison 2018/19 waren es «nur» 5.42. Mit 5.59 Toren pro Spiel liegt zum Beispiel die deutsche DEL knapp vor der National League. 

Die NHL mit etwas über sechs Toren pro Partie spielt in einer anderen Liga. Man kann sich da die Frage stellen, ob dies einfach an der höheren Qualität der Spieler oder auch am kleineren Eisfeld liegt. Zweiteres wiederum könnte die Diskussion um die Verkleinerung der Eisflächen in Europa weiter anfeuern.

Spiele der beiden Vorjahresfinalisten am torreichsten

Doch auch bei einigen Schweizer Mannschaften gibt es im Schnitt über sechs Tore pro Spiel. Sind Zug, Bern, Davos oder Zürich im Einsatz, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ebenfalls sechs oder mehr Tore pro Spiel fallen. Neutrale Zuschauer, die sich besonders über viele Tore erfreuen, sind die Spiele dieser Mannschaften wohl am interessantesten.

Auf der anderen Seite empfiehlt es sich weniger, ein Spiel mit der Beteiligung von Fribourg-Gottéron sich zu Gemüte zu führen. Denn dort gibt es durchschnittlich nicht einmal viereinhalb Tore. Auch Ambri-Piotta und Biel liegen deutlich unter dem Schnitt.

Anzahl Tore plus Gegentore pro Spiel

EV Zug: 6.35

SC Bern: 6.32

HC Davos: 6.21

ZSC Lions: 6.00

Lausanne HC: 5.78 

HC Genf-Servette: 5.53

SC Rapperswil-Jona Lakers: 5.42

SCL Tigers: 5.41

HC Lugano: 5.28

HC Ambri-Piotta: 5.11 

EHC Biel: 5.10

HC Fribourg-Gottéron: 4.44

Special Teams machen das Spiel aufregender

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tor fällt, ist in Überzahl logischerweise am grössten. Im Durchschnitt gibt es insgesamt knapp sieben Powerplay-Situationen pro Spiel (beide Mannschaften zusammengezählt). Besonders wenn der EV Zug spielt, sind die Special Teams gefordert. Knapp acht Mal rücken die Special Teams der Innerschweizer pro Spiel aus.

Im Vergleich zum zweitplatzierten Ambri werden die vielen Überzahl-Situation von Zug ausgenutzt beziehungsweise die Unterzahl-Situationen nicht schadlos überstanden. 

Anzahl Überzahl- plus Unterzahl-Situationen pro Spiel 

EV Zug: 7.94 

HC Ambri-Piotta: 7.63

Lausanne HC: 7.58

SCL Tigers: 7.47

EHC Biel: 7.10

HC Fribourg-Gottéron: 7.06

HC Davos: 7.00

ZSC Lions: 6.79

HC Genf-Servette: 6.58

SC Rapperswil-Jona Lakers: 6.26

SC Bern: 6.05

HC Lugano: 6.00

Wer also ein actionreiches Spiel mit vielen Special Teams und vielen Toren zu sehen bekommen will, der schaltet das nächste Mal am besten ein Spiel mit Zuger Beteiligung ein. Denn die Zuger bieten momentan - auch dank der schwachen Frühform von Leonardo Genoni - beste Unterhaltung


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