Findet Biel aus der Mini-Krise? Wer gewinnt das Duell der Titanen?

Die 11. Runde steht an. Wie immer gibt es eine kleine Vorschau:

HC Ambri Piotta - SC Rapperswil-Jona Lakers

Ambri spielt bisher eine überraschend starke Saison. Die Tessiner liegen nach 10 Runden immer noch über dem Strich. Nach drei Niederlagen in Serie gegen Lugano, Zürich und Bern konnte Ambri zuletzt zwei Siege gegen die direkte Konkurrenz aus Lausanne und Davos einfahren. Deshalb ist gegen Rapperswil ein Sieg Pflicht, doch die Favoritenrolle liegt den Tessiner eher weniger.

Zu den Lakers gibt es wenig zu sagen. Die bisherige Saison ist für die Mannschaft, den Trainer, die sportliche Führung und die Fans eine pure Enttäuschung. Die Aufstiegseuphorie ist längst verflogen. Rapperswil ist zurück im harten Alltag in der höchsten Liga angekommen. Jeder weitere Punktgewinn in der National League scheint momentan ein Erfolg zu sein.

SC Bern - ZSC Lions

Wer ist die führende Sportstadt im Lande? Bern oder Zürich? Heute wird das Hinspiel auf dem Eis ausgetragen, morgen findet das Rückspiel auf dem Rasen statt. Fussballtechnisch haben wohl eher die Berner die Nase vorn. Auf der rutschigen Unterlage ist dies aber im Vorhinein kaum zu beantworten. Die Lions sind auf einem aufstrebenden Ast und haben die letzten fünf Spiele für sich entschieden. Der SCB hat zuletzt wieder eine Niederlage einstecken müssen, gewann aber das erste Spiel der Saison gegen die Zürcher. Heute Abend kommt es in der PostFinance Arena zum Kampf um Platz zwei.

Die Berner können es nicht fassen: Sie haben gegen den Kantonsrivalen aus Langnau verloren. (TOPpictures/Alexander Raemy)

EHC Biel - HC Lugano

Biel hat nach dem grandiosen Saisonstart mit acht Siegen aus neun Spielen zweimal verloren. Die Lage sieht für die Seeländer an der Tabellenspitze zwar immer noch sehr komfortabel aus, ein Sieg heute wäre aber sehr wichtig fürs Bieler Selbstvertrauen. Denn wir wissen, dass Biel letztes Jahr nach einem starken Saisonstart ebenfalls stark nachgelassen hat, bis schliesslich der Trainer entlassen wurde.

Lugano hat einen katastrophalen Beginn hinter sich. Am Samstag schossen sich die Tessiner den Frust gleich mit 6:0 gegen Rappi vom Leib, am Dienstag folgte die überraschende Qualifikation für den Achtelfinal der CHL. Es ist ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften, das zeigt, in welche Richtung man jeweils planen muss.

HC Genf-Servette - HC Davos

Genf hat zuhause bisher noch kein einziges Spiel verloren. Gegen den kriselnden HC Davos ist es kaum vorstellbar, dass diese Erfolgsserie unterbrochen wird. Zudem kann das Team von Chris McSorley endlich wieder auf vier gesunde Ausländer zählen.

Bei den Davosern stellt sich die Frage, wer heute Abend im Tor stehen wird. Lindbäck oder Senn? So wie die ersten Wochen verlaufen sind, wird heute mit hoher Wahrscheinlichkeit Lindbäck im Tor stehen. Senn hat aber gegen die ZSC Lions eine ordentliche Leistung abgerufen und gezeigt, dass Del Curto jederzeit auf ihn zählen kann.

Lausanne HC - HC Fribourg-Gottéron

Nur ein Team hat in den letzten sechs Spielen noch weniger Punkte geholt als der HCD: der Lausanne HC und zwar genau einen. Lausanne ist definitiv in einer Krise angelangt. Niederlagen gegen Davos, Rapperswil und Ambri sprechen gar nicht für Trainer Ville Peltonen. Folgt heute die nächste Niederlage, ist der Trainerstuhl von Peltonen wohl an allen vier Beinen angesägt.

Fribourg hat sich nach drei Niederlagen zum Saisonstart ziemlich stabilisiert. Sechs Siege aus den letzten acht Partien sprechen klar für die Fribourger. Im Westschweizer Derby besteht die Chance, bis auf Rang zwei zu springen.

Frbourg hat den Tritt gefunden. (TOPpictures/Andy Buettiker)

EV Zug - SCL Tigers

Sowohl Zug als auch Langnau haben 18 Punkte auf ihrem Konto. Wer bleibt an der Spitze dran? Beide Mannschaften haben zuletzt Siege einfahren können. Langnau ist hinter Leader Biel die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga und hat in den auswärtigen Partien erst fünf Tore zugelassen.

Zug musste unter der Woche in der CHL ran und konnte dort den fünften Sieg im sechsten Spiel einfahren. Kehren heute die zuletzt angeschlagenen Stalberg, McIntyre und Diaz zurück? Ansonsten müssen wieder die Nachwuchsspieler in die Bresche springen.


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