Goalie-Probleme lösen? Ivars Punnenovs verpflichten!

Die SCL Tigers halten sich weiterhin souverän über dem Strich. Hauptverantwortlicher dafür ist Ivars Punnenovs. Der Torhüter wird bald das heisseste Eisen auf dem Transfermarkt sein.

Der 25-jährigen Lette mit Schweizer Lizenz hat bei den SCL Tigers zwar noch einen Vertrag bis im Sommer 2021, doch bekanntlich werden Vereinswechsel nun bereits bis zu einem Jahr vor Vertragsende bekannt gegeben. Spätestens im August wird Punnenovs vermutlich einen neuen Vertrag unterschrieben haben.

Wo wird sich zeigen. Die SCL Tigers sind darum bemüht, den Vertrag mit ihrer Nummer 1 vorzeitig zu verlängern. Doch selbst einem Laien ist klar, dass die Langnauer nicht in den Gehaltsklassen eines SC Bern oder eines HC Lugano mitspielen. 

Punnenovs ist Langnaus wichtigster Einzelspieler

Momentan spielt Punnenovs das beste Hockey seiner Karriere. Nach 25 Spielen liegt die Fangquote des Letten bei 92.56 Prozent. Damit ist er in dieser Statistik der drittbeste Torhüter der Liga. Wenn es um die Anzahl Gegentore pro Spiel geht, ist er gar Nummer 2. Im Schnitt greift er pro Spiel nur 2.18 Mal hinter sich.  

Ivars Punnenovs hält sein Kasten so dicht wie kaum ein anderer. (JustPictures)

Ohne ihren Torhüter stünde Langnau nach den letzten 48 Stunden ohne Punkte da. Doch der Schlussmann führte sein Team gegen die ZSC Lions und gegen den HC Davos mit ausgezeichneten Leistungen zweimal in die Verlängerung, wovon diejenige gegen die Zürcher sogar gewonnen werden konnte.

Wenn sich die Langnauer Fans bereits über den Abgang von Chris DiDomenico den Kopf zerbrechen, dann darf der Verlust von Ivars Punnenovs aktuell gar nicht in Betracht gezogen werden. Denn dieser wäre spielerisch gar nicht zu ersetzen und würde den Emmentalern deutlich mehr weh tun.

Sorgenfrei auf der Goalieposition

Auf der anderen Seite würde eine langfristige Verpflichtung Punnenovs’ alle Goalie-Probleme der nächsten Jahre lösen. Gerade die Berner dürften nicht hundertprozentig mit ihrer Goalie-Situation zufrieden sein. Auch wenn Tomi Karhunen aktuell einen hervorragenden Job leistet, mit einem Ausländer im Kasten gibt es halt einfach weniger Spielraum für taktische Massnahmen auf dem Eis. Nach eineinhalb Jahren mit einem ausländischen Torhüter (vermutlich wird Karhunen über diese Saison hinaus in Bern bleiben), wäre es wieder Zeit für einen «Schweizer» Schlussmann in Bern.

So wie Ivars Punnenovs in dieser Saison auftritt, wäre er mindestens eine Ausländerlizenz wert. Da er eine Schweizer Lizenz besitzt, ist er nochmals doppelt so wertvoll. Und er ist erst 25 Jahre alt. Er hat also weiterhin Steigerungspotential und eine grosse Zukunft vor sich. 

Auch Lugano wird wahrscheinlich nicht tatenlos zusehen. Momentan scheinen sie mit Sandro Zurkirchen und Niklas Schlegel zwar ein talentiertes Goalieduo zu haben. Mit der frühzeitigen Verpflichtung von Punnenovs könnten die Tessiner die eigenen Torhüter, deren Verträge ebenfalls nach der Saison 2020/21 auslaufen, unter Druck setzen und zu Bestleistungen zwingen.

Was ebenfalls ein interessanter Gedanke wäre: Lausanne ist so oder so bekannt dafür, überall mitzubieten, was Rang und Namen hat. Doch für einmal wäre ein solches Mitbieten ein kluger Schachzug. Bekanntlicherweise ist Tobias Stephan nicht mehr der jüngste. Auf die Saison 2021/22 wird er bereits 37 Jahre alt sein. Ein Übergangsjahr mit Tobias Stephan und Ivars Punnenovs als Goalie-Duo würde den Ansprüchen der Lausanner vermutlich für einmal genügen. Es wäre wohl das beste der Liga. 

Quo vadis, Ivars?


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