In der National League ist Halbzeit - So sähe die Liga mit dem Zwei-Punkte-System aus

In der KHL wurde ab dieser Saison das Zwei-Punkte-System eingeführt, wie es die NHL seit Jahren kennt. Nachdem in der National League über die Hälfte der Spiele absolviert wurden, übertragen wir das NHL-System auf unsere Tabelle.

Im Zwei-Punkte-System wird nicht mehr zwischen Sieg nach 60 Minuten und Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschiessen unterschieden. Ein Sieg, egal ob nach Überzeit oder nicht, gibt zwei Punkte. Eine Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschiessen gibt aber immer noch einen Punkt.

In der KHL wird das System in dieser  Saison zum ersten Mal angewendet, mit der Begründung, dass die Tabelle so ausgeglichener werden soll. HockeyInfo hat nun entsprechend die Punkte in der Schweizer National League verteilt: Zwei Punkte für einen Sieg, einen Punkt für eine Niederlage nach Verlängerung und gar keinen Punkt für eine Niederlage nach 60 Minuten. Die Tabelle sähe wie folgt aus:

GPWLP
1SC Bern2517835
2EV Zug2416833
3EHC Biel26151132
4SCL Tigers25141130
5HC Ambri-Piotta25131229
6Lausanne HC26141229
7Fribourg-Gottéron27141328
8ZSC Lions24131127
9Genève-Servette HC27131426
10HC Lugano24111324
11HC Davos2571814
12Rapperswil-Jona Lakers2652112

 

Gross verändern tut sich nichts. Die grössten Änderungen gibt es bei Ambri und Lausanne. Die Tessiner springen zwei Plätze nach vorne, während die Waadtländer zwei nach hinten fallen. Zudem rücken die Tigers auf Platz vier vor und Fribourg fällt auf den siebten Rang zurück. Zürich übernimmt auf Kosten von Genf den letzten Playoff-Platz.

Der Abstand vom erstplatzierten Bern und dem neuntplatzierten Genf sinkt auf neun Punkte, was viereinhalb Siege sind. Momentan sind es dreizehn Punkte zwischen Bern und Zürich, ebenfalls etwa viereinhalb Siege. Allerdings können beim Drei-Punkte-System viel schneller Punkte vergeben werden. Ob man in der 60. Minute noch den Ausgleich kassiert und in der Verlängerung doch noch gewinnt, spielt im Vergleich zum Zwei-Punkte-System eine Rolle.

In der Schweiz dürfen wir uns momentan nicht über eine unausgeglichene Liga beklagen. Deshalb wird es in den nächsten Jahren wohl kaum zu einer Systemanpassung kommen.


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