In der NHL fallen so viele Tore wie schon lange nicht mehr

Die Trainer auf der Bank raufen sich die Haare, die Fans freut es. In der besten Liga der Welt kommen die Kommentatoren mit Tor-Schreien kaum mehr zur Ruh’.

Seit 20 Jahren sind in der NHL nicht mehr so viele Tore gefallen wie in den ersten 177 Spielen. Während sich die Fans vor einem Jahr nur über 5.94 Tore pro Spiel freuen oder ärgern durften, gibt es in dieser Saison durchschnittlich 6.19 Tore zu sehen. Vor allem die Fans der Washington Capitals, der Pittsburgh Penguins und der St. Louis Blues dürfen sich immer wieder über torreiche Partien freuen. In Spielen mit deren Beteiligung fallen durchschnittlich über 7.5 Tore.

Den Arizona Coyotes zuzuschauen, macht als neutraler Betrachter, der sich hauptsächlich über die Tore freut, weniger Spass: Gerade einmal 4.73 Tore fallen pro Spiel. Es ist mit Abstand der tiefste Wert hinter den Vegas Golden Knights mit 5.08 Treffern pro Partie.

Die erhöhte Anzahl Treffer hängt deutlich von der Schusseffizienz ab. Diese ist von 9.2 % auf 9.8 % gestiegen. Timo Meier trägt mit einer Schusseffizienz von 24.3 % massgeblich dazu bei. Aber auch Rookie Elias Pettersson mit acht Toren und einer Effizienz von sagenhaften 43.8 % lässt die Fans immer wieder jubeln.

Dabei ist auch zu erwähnen, dass die NHL-Verantwortlichen in diesem Sommer gezielt die Torproduktion steigern wollten. Dazu haben sie die Schulter-, Arm und Ellbogenschoner der Torhüter verkleinert. Die Rüstung soll nun besser an den jeweiligen Körperteilen anliegen und die Torhüter athletischer aussehen lassen. “Die Torhüter sollen die Pucks mehr mit ihrem «skill» abwehren, als auf sich auf die breite Ausrüstung verlassen zu können. Früher sah jeder Goalie gleich aus, egal ob er 25 kg mehr oder weniger auf die Waage brachte”, erklärte der in der NHL für die Torhüter verantwortliche Kay Whitmore.

Die etwas verkleinerte Ausrüstung könnte sicherlich ein Grund sein, für die erhöhte Torquote. Wenn man sich die Geniestreiche der Stars im folgenden Video anschaut, ist es aber nicht weiter verwunderlich, weshalb in dieser Saison so viele Tore wie schon lange nicht mehr erzielt werden.

 

Besonders sehenswert ist das Zusammenspiel zwischen Mitch Marner und John Tavares ab Minute 1:53. Obwohl die beiden erst ab diesem Sommer in einem Team spielen, hat man das Gefühl, sie würden sich blind verstehen.

Das Können von Sidney Crosby ist unbestritten. Wie der Superstar der Pittsburgh Penguins die Verteidiger der Edmonton Oilers in der Overtime vernascht (ab 3:28), ist nur zu bestaunen.


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