Keine Ausreden mehr: Mitchell Marner beweist, dass der Stock keine Rolle spielt

Das erste Drittel zwischen den San Jose Sharks und den Toronto Maple Leafs neigt sich dem Ende entgegen. Torontos erste Linie um John Tavares, Mitchell Marner und Zach Hyman stehen zum Bully im eigenen Drittel bereit. Center Tavares verliert das Anspiel gegen Tomas Hertl, so dass der Puck zum Verteidiger an der blauen Linie rutscht. Flügelspieler Marner versucht sofort den Schuss zu blocken, was ihm mit dem Stock auch gelingt. Der Youngster merkt aber, dass seine Stock im Inneren gebrochen ist.

Als die Maple Leafs die von Marners Stock abgelenkte Scheibe hinter dem Tor erobern können und zum Gegenangriff starten, wirft der 21-Jährige sein Arbeitsgerät auf den Boden und sprintet an der Wechselbank vorbei, um sich einen Stock eines Mitspielers zu greifen.

Er sprintet mit dem neuen Stock unbeirrt weiter, erhält den Pass von Hyman auf Höhe des Anspielkreises in der Offensivzone und spielt mit seinem neuen Arbeitsgerät einen hervorragenden Pass auf Tavares, der nur noch einzuschieben braucht.

 

Wohl alle Trainer werden ihre Freude haben an dieser Szene. Denn die Spieler können wohl kaum mehr eine Ausreden bezüglich des Stocks bringen, wenn sie das Tor nicht treffen. Wer Eishockeyspielen kann, tut dies mit jedem Stock. Marner hat’s gezeigt.

Seinen Wert für die Vertragsverhandlungen im nächsten Sommer mit Toronto wird er damit definitiv nicht gesenkt haben. Das Problem für die Maple Leafs wird somit umso grösser. Sie wollen Auston Matthews und Mitchell Marner unbedingt an sich binden. Dazu kommen die ebenfalls aufstrebenden Kasperi Kapanen und Andres Johnsson. Kein Wunder ziehen sich die Verhandlungen mit William Nylander hin.


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