Luca Cereda trotz des 5:2 Sieges gegen Davos: «Es ist noch nichts entschieden.»

Ambri-Piotta steht nach dem 5:2 Sieg gegen Davos mit einem Bein in den Playoffs und braucht nur noch zwei Punkte für die definitive Playoff-Qualifikation. Trotzdem wollen Luca Cereda und seine Schützlinge noch nichts davon hören.

HockeyInfo: Luca Cereda, Gratulation zum 5:2 Heimsieg gegen den HC Davos. Die Mannschaft hat heute zwei Gesichter gezeigt, zuerst ein souveränes erstes Drittel mit einer 3:0 Führung und danach liess man den Gegner nochmals herankommen. Was war im zweiten Drittel los?

Luca Cereda (Trainer HC Ambri-Piotta): Es sind Spiele mit viel Emotionen und viel Druck. Die Spieler spüren das. Wir sind die Mannschaft mit am wenigsten National League-Erfahrung in der Aufstellung. Diese Drittel, die weniger gut sind, die werden uns in Zukunft noch besser machen, den Staff, die Mannschaft und wahrscheinlich auch das Publikum.

Alles in allem ein verdienter Sieg heute Abend?

Ja, ich denke schon. Das erste Drittel war sehr gut, das zweite etwas weniger. Aber im Schlussabschnitt sind wir immer besser geworden, darum war es vermutlich schon ein verdienter Sieg.

In der zweitletzten Runde wartet morgen der EV Zug auf euch. Sie haben noch eine Rechnung offen mit euch. Was erwartet ihr für ein Spiel, nachdem ihr das letzte Mal mit 3:6 gewonnen habt?

Sie sind ein super Team und nicht per Zufall ganz oben in der Rangliste. Es wird ein sehr hartes und schwieriges Spiel werden, in dem wir versuchen werden wie immer unsere Stärke aufs Eis zu bringen. Wir gehen nach Zug um zu kämpfen und ihnen ein schwieriges Spiel zu machen.

Die Playoffs wären natürlich schon ein riesiger Erfolg für Ambri. Was würde zusätzlich noch das Heimrecht für euch bedeuten? (Ambri liegt einen Punkt hinter dem Viertplatzierten Lausanne.)

Es ist noch nichts entschieden. Wir haben jetzt etwas in den Händen, aber wir dürfen nicht so weit schauen, ansonsten werden wir noch mit der Nase auf den Boden fallen. Im Moment sind wir zufrieden mit unserer Leistung heute Abend. Morgen wird es ein schwieriges Spiel werden, aber dann schauen wir weiter und nehmen Spiel für Spiel.

GP W L P
1 SC Bern 50 34 16 101
2 EV Zug 50 31 19 97
3 Lausanne HC 50 27 23 82
4 EHC Biel-Bienne 50 26 24 79
5 HC Ambri-Piotta 50 27 23 79
6 SCL Tigers 50 26 24 78
7 HC Lugano 50 26 24 78
8 Genève-Servette HC 50 25 25 75
9 ZSC Lions 50 25 25 74
10 Fribourg-Gottéron 50 25 25 74
11 HC Davos 50 18 32 51
12 Rapperswil-Jona Lakers 50 10 40 32

Kurz darauf haben wir uns noch mit zwei Akteuren auf dem Feld unterhalten können. Aus Sicht der Spieler sieht das genau gleich aus. Angesprochen auf das Heimrecht meint Fabio Hofer: «Auf das schauen wir nicht. Wir müssen uns jetzt konzentrieren auf morgen gegen Zug und schauen, dass wir wieder Punkte mitnehmen.» Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der Torschütze zum 3:0 mit neun Powerplay-Treffern der beste Torschütze in Überzahl ist. Nachdem ihm die Position vor dem Tor vor zwei Jahren noch unbekannt gewesen ist, gefällt ihm diese mittlerweile sehr: «In der vergangenen Saison in Linz habe ich diese Position zum ersten Mal gespielt. Zuvor war ich eher im hohen Slot positioniert. Aber ich komme sehr gut damit klar.»

Hofers Landsmann Dominic Zwerger hat nach mehreren verpassten Trainings und dem Aussetzen am Dienstag in Lausanne ebenfalls aufs Eis zurückkehren können: «Es ist wunderschön, dem Team zu helfen und drei Punkte zu holen.» Er will die letzten zwei Spiele natürlichen ebenfalls gewinnen: «Diese zwei Spiele wollen wir gewinnen und Punkte holen. Am Ende schauen wir, wo wir platziert sind. Dann nehmen wir es, wie es ist.»

Um sich definitiv die Playoff-Qualifikation zu sichern, muss Ambri noch zwei Punkte holen. Die erste Chance bietet sich wie angesprochen heute Abend gegen den EV Zug, am Montag empfangen die Leventiner in der letzten Runde die Rapperswil-Jona Lakers.


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