National League Saison-Vorschau: EHC Biel

In wenigen Tagen beginnt die neue Eishockey-Saison. Zeit einen Blick auf die 12 Teams der höchsten Schweizer Liga zu werfen. Heute im Fokus: Biel.

Erste Saisonvorbereitung unter der Führung von Törmänen

Antti Törmänen hat die Bieler im Dezember während der letzten Saison übernommen. Er konnte dem Spiel der Seeländer viel Struktur verleihen und setzte zu einem regelrechten Höhenflug an. Die Bieler beendeten die Regular Season auf Platz 3 und schieden schlussendlich erst im Playoff-Halbfinal nach einer 2:0 Führung in der Serie gegen Lugano aus. Nun startet der Finne seine erste vollständige Saison mit den Seeländern. Der Kern des Kaders bleibt zusammen: Seit Langem konnten wieder einmal alle Leistungsträger gehalten werden. Dazu wurde das Team durch einige vielversprechende Transfer verstärkt. Die Hoffnungen sind gross. Nach dem letztjährigen Erfolg wissen die Fans, was mit einem verstärkten Team alles möglich wäre.

Der nimmermüde Hiller

Jonas Hiller wird auch dieses Jahr wieder einer der Schlüsselspieler der Bieler sein und eine prägende Rolle im Kampf um die vorderen Plätze einnehmen. Der 36-jährige Torhüter hat letztes Jahr gezeigt, dass mit ihm immer noch zu rechnen ist. Durch seine Erfahrung strahlt er sehr viel Ruhe aus und verleiht der Mannschaft Sicherheit. Sollte er verletzungsfrei bleiben und an das letztjährige Niveau anknüpfen können, wird er auf jeden Fall vor Elien Paupe die Nummer 1 sein.

Kann Jonas Hiller nochmals auf höchstem Niveau agieren? (TOPpictures/Andy Buettiker)

Hoffen auf die Wiederholung

Wie sich im Nachhinein herausstellte, gelang den Bielern mit Beat Forster letztes Jahr ein Hammer-Transfer. Aber auch Samuel Kreis schlug voll ein, nachdem in Bern nicht auf ihn gesetzt wurde. Nun wurde mit Dominik Egli, einer der besten Klotener in der Abstiegssaison, ein weiteres vielversprechendes Verteidiger-Talent an Bord geholt und mit Rajan Sataric ein ehemaliger Nachwuchsspieler von den Lakers zurückgeholt. Einziger Wermutstropfen: Benoit Jecker, der Spieler mit der viertbesten Plus-Minus-Bilanz der Liga (+21), verliess den Verein Richtung Lugano.

Mit starken Flügelzangen zum Erfolg

Vor allem auf den Flügelpositionen rüstete der EHC Biel auf die neue Saison extrem auf: Damien Brunner soll nach seinem Engagement in Lugano wieder zu alter Stärke finden, Mike Künzle will nach dem Meistertitel mit Zürich mehr Verantwortung übernehmen, Damien Riat stösst als WM Silbermedaillen-Gewinner zum Team und Michael Hügli will sich nach dem Aufstieg und Cupsieg mit den Lakers auch in der höchsten Liga beweisen. Verlassen haben den Verein nur die beiden Oldies Mathias Joggi (32) und Fabian Sutter (36) sowie Jungspund Valentin Nussbaumer, der in der kanadischen Juniorenliga QMJHL Erfahrungen sammeln möchte.

Nur noch drei ausländische Stürmer

Drei der vier Ausländer bleiben dem EHC Biel erhalten: Robbie Earl, Toni Rajala und Marc-Antoine Pouliot, der möglicherweise nächstes Jahr den Schweizer Pass erhält, sollen die Bieler noch weiter bringen als letztes Jahr. Anders als damals starten die Bieler nur mit drei ausländischen Stürmer in die Saison. Um das Ausländer-Quartett zu vervollständigen, hat man mit Anssi Salmela einen erfahrenen Verteidiger verpflichtet. Die Stärken des Finnen werden trotzdem hauptsächlich in der offensiven Zone zu sehen sein.

Topscorer Marc-Antoine Pouliot will dieses Jahr noch mehr erreichen. (TOPpictures/Andy Buettiker)


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