National League Saison-Vorschau: SC Bern

In wenigen Tagen beginnt die neue Eishockey-Saison. Zeit einen Blick auf die 12 Teams der höchsten Schweizer Liga zu werfen. Heute im Fokus: Bern.

Der Titelhunger wächst wieder

Nachdem die Berner zweimal in Serie den Meisterpokal in die Höhe strecken konnten, wurden sie im Frühling jäh gebremst. Im Halbfinal scheiterte man überraschend am späteren Meister aus Zürich. Nun wächst der Hunger des entthronten Meisters nach einer titellosen Saison wieder an. Die sportliche Führung hat Trainer Kari Jalonen ein einfaches Ziel gesetzt: Den Kübel wieder in die Hauptstadt zu bringen.

Jalonen soll den Meisterkübel wieder in die Hauptstadt bringen. (TOPpictures/Andy Buettiker) 

Der Gedanke an nächste Saison

Bereits vor Beginn der Saison hat der SCB die erste Niederlage einstecken müssen. Leonardo Genoni, vierfacher Meister mit Bern und Davos, wird die Hauptstädter Ende Saison in Richtung Zug verlassen. Es sei kein Entscheid gegen die Berner gewesen, betonte Genoni, sondern einer für den EVZ. Der Verlust schmerzt den Berner aber jetzt schon.

Genoni spielt seit zwei Jahren für die Berner. (TOPpictures/Michael Walch)

Doch Genoni ist ein Sportler, der seine Aufgabe so gewissenhaft erledigt wie fast kein Zweiter. Deshalb wird er auch in seinem letzten Vertragsjahr in Bern nochmal alles zeigen, was er drauf hat. Der 31-Jährige hat an der Weltmeisterschaft erneut gezeigt, dass er ein Torhüter mit internationaler Qualität ist und jeden Stürmer zur Verzweiflung bringen kann.

Keine Änderung in der Defensive

In der Verteidigung hat Bern keinen helvetischen Abgang zu verzeichnen. Somit wird Jalonen mit dem bestehenden Spielermaterial arbeiten können. Einzig Aurélien Marti (Langenthal) wurde neu unter Vertrag genommen. Ob der bereits 24-Jährige auch zu vielen Einsätzen kommen wird, ist jedoch unklar. Denn es stehen junge Talente wie Colin Gerber und Yanik Burren bereit, die sich in der neuen Saison mehr Einsätze in der ersten Mannschaft der Berner erhoffen.

Gestandene Spieler sollens richten

Im Gegensatz zur Verteidigung gab es im Sturm einige Änderungen. Zwar konnten nicht die ganz grossen Namen verpflichtet werden, jedoch kommen mit Daniele Grassi und Gregory Sciaroni zwei Spieler hinzu, die bereits seit mehreren Jahren in der National League gespielt und sich regelmässig in die Skorerliste eingetragen haben. Zudem wurde mit Matthias Bieber ein ehemaliger Nationalspieler verpflichtet, der seinen Zenit aber möglicherweise schon überschritten hat.

Daniele Grassi und Gaëtan Haas werden in der nächsten Saison die gleichen Farben tragen. (TOPpictures/Michael Walch)

Verlassen haben die Berner zwei Eigengewächse, die in Bern keine Aussichten auf mehr Verantwortung gesehen haben. Luca Hischier und Dario Meier wechseln beide zu Davos. Ebenso verlässt Simon Bodenmann, zweifacher Meister mit Bern, die Hauptstadt und kehrt nach drei Jahren nach Zürich zurück.

Ebenbürtiger Ersatz?

Der SC Bern startet vorerst nur mit vier ausländischen Kräften in die neue Saison. Zu den bereits seit zwei respektive drei Jahren unter Vertrag stehenden Mark Arcobello und Andrew Ebbett stossen Stürmer Jan Mursak sowie Verteidiger Adam Almqvist. Beide spielten zuvor gemeinsam bei Frölunda in Schweden. Obwohl beide mit viel Talent und reichlich europäischer Erfahrung ausgestattet sind, ist zu bezweifeln, ob sie einen Maxim Noreau und einen Mason Raymond ersetzen können.


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