Erstes NHL-Roundup der Saison - Die Schweizer NHL-Neulinge schlagen ein

Endlich hat auch in der NHL die Saison gestartet. Bereits elf Schweizer kamen in dieser Spielzeit zum Einsatz. Hier das erste Roundup der Saison.

Pius Suter (10 Spiele, 4 Tore + 1 Assist)

Mit vier Toren und einem Assist ist Pius Suter der punktbeste Schweizer Spieler in der NHL. Der 24-jährige NHL-Rookie musste drei Spiele bis zu seinem ersten Assist warten. Im sechsten Spiel gelang ihm dann gleich ein Hattrick. In der vergangenen Nacht traf er zum vierten Mal. 

Alles in allem erhält Suter viel Vertrauen in Chicago. In allen zehn Partien hatte er einen Platz in den ersten zwei Linien, am Anfang als Center, zuletzt auf dem Flügel. Dies hat auch damit zu tun, dass Jonathan Toews, eigentlicher Nummer 1 Center der Blackhawks, bis auf weiteres fehlt.

Pius Suter, letztjähriger Topskorer der National League, kann auch in der NHL für Furore sorgen. (Cliff Welch/Icon Sportswire)

Philipp Kurashev (9 Spiele, 3 Tore + 1 Assist)

Davon profitiert natürlich auch der zweite Schweizer der Chicago Blackhawks: Philipp Kurashev, der den Saisonstart beim HC Lugano verbrachte, stand im ersten Spiel der Blackhawks zwar noch nicht im Kader, seither ist er aber gesetzt. Der 21-jährige NHL-Neuling ist mit seiner edlen Technik und seiner ausgezeichneten Übersicht bisher ebenfalls in den Top Six gesetzt. Zuletzt durfte er gar die erste Sturmreihe mit Patrick Kane anführen. Mit drei Toren und einem Assist hat er sich diesen Platz auch durchaus verdient.

Timo Meier (8 Spiele, 1 Tor + 4 Assists)

Timo Meier hatte einen sehr erfolgreichen Start in die Saison gehabt. Gleich im zweiten Spiel skorte er drei Punkte. Seither erhöhte sich seine Ausbeute in sechs Partien aber nur um zwei Assists. Der 24-jährige Stürmer hat mit den San Jose Sharks eine schwierige Saison vor sich. Denn diese haben nicht mehr dieselbe Tiefe im Kader, wie noch vor zwei Jahren als Meier in der Regular Season 66 Punkte sammelte. Der Druck lastet also viel mehr auf den einzelnen Spielern, unter anderem auch Timo Meier.

Nino Niederreiter (6 Spiele, 3 Tore)

Nach einer eher unterdurchschnittlichen Saison von Nino Niederreiter will der Bündner wieder voll angreifen. Der 28-jährige Schweizer darf zu Saisonbeginn wieder in den ersten zwei Linien der Carolina Hurricanes auflaufen. Dass er gleich im ersten Spiel seinen ersten Saisontreffer erzielt hat, tut dem Selbstvertrauen natürlich gut. Seine Ausbeute stieg seither um zwei weitere Tore.

Kevin Fiala (8 Spiele, 3 Tore)

Nachdem er in der vergangenen Saison fast zum Alleinunterhalter bei den Minnesota Wild geworden ist, ist es für Kevin Fiala nun eine Saison der Bestätigung. Der Start in die Spielzeit lief ihm nicht nach Wunsch und so musste er fünf Spiele warten, bis er endlich seinen ersten Skorerpunkt sammelte. Daraufhin doppelte er mit zwei Toren nach. 

In seinem letzten Spiel bugsierte er seinen Gegenspieler unschön in die Bande, erhielt folglich eine Matchstrafe und muss nun drei Spiele lang zuschauen.

 

Roman Josi (8 Spiele, 1 Tor + 2 Assists)

Noch sehen wir nicht den Roman Josi aus der letzten Saison, als er in Höchstform auflief. Trotzdem hat der 30-jährige Verteidiger bereits wieder drei Skorerpunkte auf seinem Konto. Knapp 25 Minuten steht er auf dem Eis und führt die Nashville Predators wie bereits die letzten drei Spielzeiten als Captain an. 

Dean Kukan (10 Spiele, 3 Assists)

Im Sommer verlängerte Dean Kukan seinen Vertrag bei den Columbus Blue Jackets um zwei Jahre und insgesamt stolze 3,3 Millionen US Dollar. Das Vertrauen in Kukan zahlt für für die Blue Jackets bis jetzt aus. Der 27-jährige Schweizer sammelte bereits drei Assists und hat die zweitbeste Plus-Minus-Bilanz des ganzen Teams (+3). Neben dem ehemaligen Rapperswiler Michael Del Zotto (Lockout 2012) steht Kukan im dritten Verteidigerpaar bis zu 15 Minuten pro Spiel auf dem Eis. 

Jonas Siegenthaler (5 Spiele)

In der vergangenen Saison war Jonas Siegenthaler bei den Washington Capitals gesetzt. Nun muss Jonas Siegenthaler trotz Vertragsverlängerung um Eiszeit kämpfen. Mit Justin Schulz, James van Riemsdyk und Zdeno Chara hat der 23-jährige Verteidiger namhafte Konkurrenz erhalten. Ersterer war bereits massgeblich an zwei Stanley Cup-Titeln mit den Pittsburgh Penguins beteiligt. Letzterer spielt mit 43 Jahren weiterhin auf Top-Niveau und ist als Stammspieler gesetzt. So bleibt Siegenthaler in dieser Spielzeit nur die Rolle als Ergänzungsspieler, wobei er auch schon zu fünf Einsätzen gekommen ist.

Luca Sbisa (1 Spiel)

Luca Sbisa wird eine weitere Saison in der besten Liga der Welt verbringen. Bei den Nashville Predators, wo er einen Einweg-Vertrag mit einem Gehalt von 800’000 US Dollar bis Ende Saison unterschrieben hat, ist er allerdings nur ein Ergänzungsspieler. Dementsprechend kam er erst in einem Spiel bei der 2:3 Niederlage gegen die Dallas Stars am 24. Januar zum Einsatz.

Gaëtan Haas (1 Spiel)

Nach seiner Quarantäne mit dem SC Bern musste Gaëtan Haas auch in Kanada noch einmal in Quarantäne gehen. Deshalb verpasste er den Saisonstart mit den Edmonton Oilers. In der vergangenen Nacht gab der Center an seinem 29. Geburtstag endlich sein Saison-Debüt. Beim 8:5 Sieg gegen die Ottawa Senators stand er gute zwölf Minuten auf dem Eis und hatte eine ausgeglichene Bilanz.

Yannick Weber (1 Spiel)

Pittsburgh ist bereits die vierte Station von Yannick Weber in der NHL nach den Montréal Canadiens, Vancouver Canucks und Nashville Predators. Letztere gaben ihm nach vier Spielzeiten keinen Vertrag mehr. Bei den Penguins unterschrieb Weber einen Vertrag bis Ende Saison und erhält nur das Minimalgehalt von 700’000 US Dollar. Wenn er in die AHL geschickt wird, sind es allerdings nur 150’000 US Dollar. 

Weber gab am Samstag sein Saison-Debüt. Die Penguins gewannen mit 5:4 nach Verlängerung gegen die New York Rangers, der Schweizer wies jedoch eine Minus-2-Bilanz auf. Mit etwas mehr als zwölf Minuten erhielt er im Verhältnis zu den Zeiten in Nashville doch eher viel Eiszeit.

Nico Hischier (0 Spiele)

Nico Hischier ist weiterhin verletzt und kam noch zu keinem Einsatz in dieser Saison.




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