NHL Roundup: Die Playoffs 2019 rücken näher

Nach dem NHL All-Star Game geht es in der NHL in die entscheidende Phase. Jedes Team hat noch etwa 30 Spiele zu bestreiten und vor allem in der Nähe der Wild-Card Plätze geht es ziemlich eng zu und her. Wie verlief bei den Schweizern der Sprung ins neue Jahr?

Timo Meier: 49 Spiele, 19 Tore, 27 Assists

Zuletzt glänzte Timo Meier vor allem als Vorbereiter: In den letzten zehn Spielen hat er zehn Assists gesammelt. Dazu kam ein Treffer. Mit seinen 46 Punkten in 49 Spielen ist der Schweizer der drittbeste Skorer der San Jose Sharks und hat mit Abstand die beste Plus-Minus-Bilanz der Stürmer (+17).

Mit den Sharks kann sich Meier langsam aber sicher auf die Playoffs einstellen. Da wird eine weitere WM-Teilnahme ziemlich unwahrscheinlich, da er nebenbei noch seinen ersten Vertrag nach dem Entry-Level unterzeichnen darf.

Roman Josi: 52 Spiele, 8 Tore, 28 Assists

Seinen Punkterekord wird Roman Josi in dieser Saison vermutlich nicht mehr brechen. Dazu fehlen ihm noch 25 Punkte in den verbleibenden 30 Spielen. Obwohl Josi über 25 Minuten Eiszeit pro Spiel erhält, ist das Kader der Predators viel zu ausgeglichen. So haben bereits 15 Spieler mindestens dreizehn Skorerpunkte erzielt. Der Captain liegt mit seinen 36 Punkten auf dem dritten Platz.

Zuletzt wurde Josi aber immer wieder wegen seines Defensivverhaltens kritisiert. Seine Plus-3-Bilanz ist bei einem Spitzenteam schon eher unterdurchschnittlich.

Nico Hischier: 46 Spiele, 14 Tore, 20 Assists

Ohne den verletzten Taylor Hall ist es für Nico Hischier natürlich umso schwierig, mit seinen weniger überzeugenden Devils Punkte auf die Playoffs gut zu machen. Nach vier Spielen ohne Skorerpunkte hat Hischier gestern zwei Punkte sammeln und seine Bilanz in den vergangenen Wochen etwas aufbessern können. Mit seinen 34 Skorerpunkten ist er hinter Kyle Palmieri und eben Hall drittbester Skorer.

Ohne Taylor Hall muss Hischier zeigen, dass er ein Leader sein kann. (Rich Graessle/Icon Sportswire)

Kevin Fiala: 52 Spiele, 8 Tore, 20 Assists

Dass Kevin Fiala ein herausragender Techniker und Schlittschuhläufer ist, steht ausser Frage. Trotzdem hat er in dieser Saison oftmals Mühe, sich in den Top Six zu halten und wird im starken Lineup der Predators oftmals nach hinten versetzt. Seit vier Spielen wartet er zudem auf einen Skorerpunkt, wobei er nur einmal über 13 Minuten Eiszeit erhalten hat. Seine Defensivschwäche ist mit der Minus-10-Bilanz schon deutlich zu sehen.

Nino Niederreiter: 46 + 4 Spiele, 9 + 4 Tore, 14 + 0 Assists

Der Start von Nino Niederreiter in Carolina lief hervorragend. In vier Spielen hat er nun schon zweimal ein Doppelpack schnürren können. Ihm fiel natürlich auch etwas das Glück in die Arme, da sich Erstlinienflügel Micheal Ferland nach seiner Ankunft gleich verletzt hatte und der Schweizer nun dessen Platz einnehmen durfte. Die Tore müssen dann allerdings trotzdem noch selbst geschossen werden und das tat er bisher auch. Weiter so, Nino!

Sven Bärtschi: 21 Spiele, 8 Tore, 5 Assists

Nach seiner Gehirnerschütterung ist Sven Bärtschi wieder vollständig zurück und hat so in den letzten sieben Spielen vier Tore erzielt. Wenn er weiterhin in der Topformation neben Elias Pettersson und Brock Boeser spielen darf, werden sicherlich noch einige Punkte dazukommen.

Für die Canucks liegen die Playoffs überraschenderweise noch in Reichweite. Sie kämpfen momentan mit den Colorado Avalanche punktgleich um den zweiten Wild-Card Platz.

 

Denis Malgin: 34 Spiele, 5 Tor, 6 Assists

Bei den Panthers wartet Malgin seit drei Spielen auf ein Skorerpunkt und seit sechs Spielen auf ein Tor. Es ist bisher nicht die Saison, die sich Malgin nach dem letztjährigen starken zweiten Halbjahr vorgestellt hatte. Trotzdem hat er sich nun in der dritten Linie etabliert und war schon seit längerem nicht mehr überzählig.

Yannick Weber: 40 Spiele, 2 Tore, 5 Assist

Obwohl Yannick Weber nicht mehr verletzt ist, hat er seit seit dem letzten Roundup erst drei Spiele absolviert. Durch seine Verletzung hat er seinen Stammplatz (vorübergehend?) an Matt Irwin abgeben müssen. Für Weber gilt es nun, wieder in Topform zu kommen.  

Sven Andrighetto: 32 Spiele, 3 Tore, 3 Assist

Trotz neun Spielen seit dem letzten Roundup wartet Sven Andrighetto weiterhin auf seinen siebten Skorerpunkt der Saison. In den hinteren Reihen fällt ihm dies aber ziemlich schwierig. So muss sich Andrighetto ernsthafte Sorgen um seinen im Sommer auslaufenden Vertrag machen. Wer keine Leistung bringt, der wird in Amerika bekanntlich ziemlich schnell durchgereicht.

Mirco Müller: 33 Spiele, 6 Assists

Mirco Müller steht mittlerweile wieder öfters im Kader der Devils und konnte sich zuletzt sogar einen Assist gutschreiben lassen. Er wird auch in den verbleibenden Spielen um den letzten Platz in der Verteidigung kämpfen müssen.

Jonas Siegenthaler: 22 Spiele, 4 Assists

Einfach nur erstaunlich, wie schnell sich Jonas Siegenthaler in der NHL etabliert hat. Der Verteidiger kommt weiterhin regelmässig zu Einsätzen und hat eine sehr gute Plus-Minus-Bilanz (+8) im Vergleich zu einigen Verteidigerkollegen (bis zu -11). An seinen offensiven Qualitäten muss der Verteidiger sicherlich noch arbeiten, doch seine Hauptaufgabe in der eigenen Zone macht er ziemlich ordentlich.

Luca Sbisa: 9 Spiele, 1 Assist

Luca Sbisa kam zuletzt am 12. Januar zum Einsatz. Dort kam er zu 13 Minuten Eiszeit. Doch seither muss er seinen überraschend an der Spitze der Metropolitan Division liegenden Islanders von der Tribüne aus zuschauen.

Dean Kukan: 10 Spiele

Dean Kukan hat in den vergangenen Wochen vier Aufgebote erhalten. Dabei erhielt er durchschnittlich rund 13 Minuten Eiszeit, musste aber zweimal mit einer Minus-1-Bilanz vom Feld.  


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