Schon 10 Treffer in Unterzahl - Arizona spielt fast besser mit einem Mann weniger!

Sie sind nicht als Spitzenteam bekannt und haben seit Jahren die Playoffs verpasst. Deshalb müssen sie umso mehr kämpfen - vor allem in Unterzahl.

Mitten im Bundesstaat Arizona, dort wo selbst im Winter mehrheitlich die Sonne scheint und die Temperaturen praktisch nie unter Null Grad fallen, trägt eine Eishockeymannschaft ihre Heimspiele aus: die Arizona Coyotes. Die letzte Playoff-Qualifikation liegt sieben Jahre her, seitdem müssen sie hauptsächlich unten durch. Die Mannschaft wurde neu aufgebaut und hat einige vielversprechende Talente wie Clayton Keller (20), Dylan Strome (21) und Christian Fischer (21). Das Durchschnittsalter beträgt 25.69 Jahre. Es ist die drittjüngste Mannschaft der Liga.

Clayton Keller soll Arizonas Aushängeschild der Zukunft sein. (Jeanine Leech/Icon Sportswire)

Wie es so ist im Sport, sind die jungen Spieler meist noch etwas heisser auf dem Feld. Sie müssen sich erst noch beweisen. Und vor allem ihren Wert steigern. In Arizona, wo eine jährliche Durchschnittstemperatur von 22.5 Grad herrscht, sind die Spieler natürlich wortwörtlich umso heisser.

Das zeigt sich auch auf dem Spielfeld. Wenn sich ein Spieler der Coyotes für zwei Minuten in die Kühlbox begibt, dann geben die vier Spieler auf dem Eis gleich doppelt so viel Gas. So kommt es, dass sie in 19 Spielen bereits zehn Shorthander erzielt haben. Ein unglaublicher Wert, der schon fast rekordverdächtig scheint. Mehr als ein Fünftel aller Tore schiessen die «Kojoten» mit einem Mann weniger auf dem Feld (insgesamt 49 Tore).

Vier Shorthander hat Michael Grabner bereits erzielt. Hinter ihm folgt Brad Richardson mit drei und Derek Stepan mit zwei Toren in Unterzahl. Lawson Crouse hat auch schon einen Treffer mit einem Mann weniger geschossen.

Das Boxplay Arizonas spricht so oder so für sich. Sie haben bei 60 Unterzahlsituationen nur gerade fünf Treffer zugelassen und somit einen hervorragenden Penalty Killing-Wert von 91.67 %.

Neben dem besten Unterzahlspiel haben sie dafür eines der schwächsten Powerplays. Mit einer Erfolgsquote von nur 14.75 % haben die Coyotes erst neun Überzahltore erzielt: eines weniger als in Unterzahl. Dort liegt die «Erfolgsquote» nämlich bei 16.39 %.


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