(Schon wieder) Ernüchternde Schweizer Bilanz in der Champions Hockey League

Gestern fanden die Viertelfinal-Rückspiele in der Champions Hockey League statt. Alle drei Schweizer Teams hatten vielversprechende Ausgangslagen, um in den Halbfinal einzuziehen. Doch leider gelang dies zum dritten Mal in Folge keinem National League-Vertreter. 

Sowohl der EV Zug als auch der EHC Biel und der Lausanne HC mussten gestern Niederlagen einstecken und schieden damit im Viertelfinal aus. Dabei waren die Hoffnungen auf einen langen Schweizer Run gross. Die drei oben genannten Mannschaften beendeten die Gruppenphase alle auf Rang 1. Der SC Bern qualifizierte sich mit Rang 2 doch noch für die K. o.-Phase, wo allerdings im Achtelfinal Schluss war. 

Auch der fünfte Schweizer Vertreter, der HC Ambri-Piotta, zeigte trotz dem Ausscheiden in der Gruppenphase gute Leistungen. Mit zehn Punkten war man der zweitbeste Drittplatzierte und holte sich wichtige Punkte für das League Ranking. 

Auch in der kommenden Spielzeit mit fünf Schweizer Teilnehmer

Eben dieses League Ranking bestimmt, wie viele Schweizer Mannschaften sich auch in der kommenden Saison für die Champions Hockey League qualifizieren. Die Schweiz konnte dank den sehr guten Resultate in der Gruppenphase und den drei Vorstössen in den Viertelfinal den zweiten Rang im League Ranking behalten und wird auch in der kommenden Saison mit fünf Schweizer Teams antreten.

Und trotzdem muss man sich aus nationaler Sicht eingestehen, dass eigentlich mehr möglich wäre, als Jahr für Jahr im Viertelfinal auszuscheiden. Seit der Wiedereinführung der CHL qualifizierten sich genau zwei Schweizer Teams für den Halbfinal. In der Saison 2015/16 gelang dies dem HC Davos, ein Jahr später der HC Fribourg-Gottéron. Beide scheiterten am späteren Sieger Frölunda Indians. Seit drei Jahren wartet die Schweiz nun auf einen weiteren Halbfinalisten.

Die Zuger wurden gestern gegen Mountfield HK sicherlich kalt geduscht. Die 0:4 Niederlage entsprachnicht den Stärkeverhältnissen. Es fehlte bei den Zugern die nötige Effizienz, welche am Ende einfach den Unterschied ausmachte.

Die Bieler waren von den Schweizer Mannschaften am nächsten am Halbfinal. Bis drei Minuten vor Schluss standen sie mit einem Bein im Halbfinal. Doch die Frölunda Indians kamen dank einem Doppelschlag kurz vor Schluss zurück ins Spiel. In der Verlängerung beendeten sie die Träume des EHC Biel definitiv. 

Lausanne hatte nach der Heimniederlage im Hinspiel die schlechteste Ausgangslage. Mit einer 5:2 Niederlage gegen Lulea reichte es am Ende auch nicht. 

Dass der Wettbewerb von den Schweizer Teams nicht ernst genommen wird, wäre etwas überspitzt ausgedrückt. Insgesamt war es eine ordentliche CHL-Kampagne der Schweizer Vertreter. In der kommenden Saison endlich wieder einmal einen Schweizer Halbfinalisten zu haben, würde dem internationalen Status der National League und dem Schweizer Hockey allgemein aber sicherlich gut tun. 




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