Diese sechs Skorerpunkte in einem Spiel zeigen die ausgezeichneten Qualitäten des aktuell besten Eishockeyspielers auf

Anfang der Woche erreichte Connor McDavid als 13. Spieler unter 306 NHL-Spielen die 400-Punkte-Marke. Dabei ist er mit Sidney Crosby der einzige, der dies nach der Jahrtausendwende noch geschafft hat. Gegen die Colorado Avalanche zeigte McDavid, dass er momentan der beste Spieler der Welt ist.

Es gibt Sachen im Sport, die man sich kaum vorstellen kann. Während andere 22-Jährige täglich fürs Studium büffeln, gibt es einen, der die ganze NHL auf den Kopf stellt. Dass Connor McDavid ganz gross herauskommen wird, prophezeiten ihm bereits viele, als er 2015 als Nummer 1 gedraftet worden war.

Etwas mehr als vier Jahre später hat er bereits über 400 Punkte in der NHL gesammelt. In den letzten drei Spielzeiten waren es immer mindestens 100 Punkte, zweimal davon wurde er zum Liga-Topskorer. Und es scheint, als würde er Spiel für Spiel noch besser werden.

Doch was macht den Center eigentlich so gut? Diese Antwort kann ganz einfach und so dumm es klingt mit «Alles» beantwortet werden. In der vergangenen Nacht sammelte McDavid gegen die Colorado Avalanche sechs Punkte und war damit bei allen Toren seines Teams beteiligt. Zudem zeigen die Tore auch gleich die unterschiedlichen Qualitäten des Centers auf:

Das 1:1 - McDavid ist ein ausgezeichneter Skater und hat einen unglaublichen Antritt. Wenn er einmal Tempo aufgenommen hat, ist er kaum zu stoppen. Für McDavid gibt es nichts einfacheres, als ins gegnerische Drittel zu «schweben». Beim ersten Tor fährt er locker ins gegnerische Drittel, legt praktisch blind ab für Ryan Nugent-Hopkins, der souverän den Ausgleich erzielt.

Das 1:2 - Hervorragende Stocktechnik, Zug aufs Tor und ein unfassbar präziser Handgelenkschuss. Mehr muss man zu diesem Geniestreich wohl nicht sagen. 

Das 1:3 - McDavid liest das Spiel durch seine Spielintelligenz wie der Papst die Bibel. Dadurch kann er seinen Gegner früh unter Druck setzen und ihn zu Fehlern zwingen. Mit Leon Draisaitl hat er ausserdem einen kongenialen Mitspieler, der ebenfalls für Geniestreiche bekannt ist. Die beiden machen sich gegenseitig besser.

Das 1:4 - Das 1:1 und das 1:2 zusammengefasst: McDavid fährt mit unglaublichem Speed in die gegnerische Zone, lässt dabei die ersten zwei Gegenspieler hinter sich und schliesst mit einem präzisen Schuss ab.

Das 1:5 - Erneut ein präziser Schuss und die Scheibe hängt zum dritten Mal im Netz. Weshalb sind McDavids Schüsse überhaupt so gefährlich? Ganz einfach, weil er gar nicht erst das hohe Eck anvisiert. Viele Sportler - ob Eishockey oder Unihockey - versuchen immer die Scheibe in die hohe Ecke zu schiessen. Dies sieht zwar meist schön aus. Doch der grösste Schwachpunkt vieler Torhüter ist die Lücke über dem Beinschoner. Meist sehen die Goalies bei solchen Gegentoren sehr unglücklich aus. Wie auch beim dritten Treffer von McDavid. Doch für die Torhüter ist es fast unmöglich, den Arm überhaupt noch runterzukriegen.

Das 2:6 - Eine weitere Qualität ist seine phänomenale Spielübersicht. In der Passlinie zu Ryan Nugent-Hopkins befinden sich eigentlich drei gegnerische Stöcke und trotzdem findet er den milimetergenauen Pass zu seinem Mitspieler, der erneut eiskalt verwertet. 

 

All diese Qualitäten zeigen, dass Connor McDavid momentan der beste Eishockeyspieler der Welt ist. Und trotzdem führt er die Skorerliste nicht an. Denn sein bereits erwähnter kongenialer Mitspieler Draisaitl ist praktisch bei jedem Skorerpunkt von McDavid ebenfalls beteiligt. Der Deutsche hat momentan sogar vier Punkte mehr auf dem Konto. Doch weder McDavid noch die Fans der Oilers dürfte dies stören.

Das Duo der Edmonton Oilers führt die Skorerliste in der NHL souverän an. (nhl.com)


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