Selbst das Regelbuch weiss nicht, wer im Worst-Case-Szenario Meister werden würde

An der heutigen ausserordentlichen Ligaversammlung beschlossen die Vertreter der Klubs gemeinsam mit Swiss Ice Hockey, dass die Playoffs bis mindestens nach dem 15. März verschoben werden. Worst-Case-Szenarien sind noch nicht in Betracht gezogen worden.  

"Wir wollen keine Geisterspiele." Dies verkündete Denis Vaucher, Director National League und Swiss League, an der Medienkonferenz nach der Ligaversammlung. Er sei am Wochenende selbst in Bern und Lugano gewesen, um die jeweiligen Derbys zu schauen, doch es sei wirklich trist gewesen. "Die Zuschauer gehören einfach dazu." Geisterspiele machen sowohl wirtschaftlich als auch sportlich keinen Sinn.

Swiss Ice Hockey und die Klubvertreter blicken optimistisch in die nächsten Wochen. Sie hoffen - wie alle Hockey-Fans -, dass die Playoffs normal mit einem etwas intensivierten Spielplan und Best-of-7-Serien durchgeführt werden können. Alles andere ist deshalb gar noch nicht in Betracht gezogen worden.

Es weiss also noch niemand, ob bei einem Abbruch der Saison überhaupt ein Meister gekürt wird und wer dieser sein würde. Nicht einmal das Regelbuch. "Wir dachten, wir hätten mittlerweile alle Fälle im Regelbuch abgedeckt", meinte Vaucher. "Doch jedes Jahr wird man von Neuem überrascht", führt er weiter.

Die Ligaversammlung und somit die Klubs hätten das letzte Wort in der Frage "Meister - Ja oder Nein" und "falls ja, wer". Spekuliert werden kann deshalb noch viel, vor dem 15. März wird es allerdings kaum eine Entscheidung geben. Für die Fans gilt nun anstatt Playoff-Dopaminschub leider Abwarten und Tee trinken.




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