St. Louis schreibt Geschichte und gewinnt erstmals den Stanley Cup

Die St. Louis Blues entscheiden das siebte Spiel im Stanley Cup Final für sich und gewinnen damit erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den wichtigsten Titel im Eishockey.

Nachdem die St. Louis Blues besser in die Partie gestartet waren, übernahmen die Boston Bruins je länger je mehr das Spieldiktat. Trotzdem gingen die Blues mit dem ersten Torschuss nach zehn Minuten in Führung. Ryan O’Reilly lenkte einen Schuss von der blauen Linie zwischen die Beine von Tuukka Rask ab. Boston drückte danach aber weiter, ehe Alex Pietrangelo nach einem wunderschön herausgespielten Konter acht Sekunden vor Ende des ersten Drittel auf 2:0 erhöhte.

Während die Bruins deutlich mehr Puckbesitz und Schüsse aufs Tor hatten, waren die Blues durch Konter immer wieder sehr gefährlich. Trotzdem fielen keine weiteren Tore im Mitteldrittel.

Zu Beginn des dritten Drittels hatten die Blues mehrmals die Möglichkeit, das vorentscheidende dritte Tor zu erzielen. Aber auch vor dem Kasten von Jordan Binnington ging es heiss zu und her. In der 53. Minute schlug es dann aber tatsächlich zum dritten Mal hinter Rask ein. Brayden Schenn verwandelte nach einem ausgezeichneten Querpass von Vladimir Tarasenko gekonnt zum 3:0. Es lief praktisch alles für die Blues an diesem Abend. Wenige Zeigerumdrehungen später erhöhte Zach Sanford - erneut nach einem genialen Querpass - auf 4:0.

Mit sechs Feldspielern und ohne Torhüter gelang den Bruins durch Matt Grzelcyk zwar noch etwas Resultatkosmetik. Zur grossen Aufholjagd reichte es allerdings nicht mehr.

Die offensive Kaltschnäuzigkeit und die defensive Abgeklärtheit der Blues haben diesen ersten Titel der Vereinsgeschichte auf jeden Fall verdient. Es war eine Saison, in der eine Mannschaft zusammengewachsen ist und sich von Spiel zu Spiel und von Woche zu Woche gesteigert hatte. Von hinten bis vorne zeigte die Mannschaft eine unglaubliche Klasse. 


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