Swiss League Saison-Vorschau: Drei Teams kämpfen um den Qualifikationssieg

Gleichzeitig mit der National League beginnt am Freitag auch in der Swiss League eine neue Saison. HockeyInfo macht einen kurzen Check und schätzt die Mannschaften grob ein.

Diese Mannschaften - 

  • spielen um den Qualifikationssieg

EHC Olten

Seit Jahren zählt der EHC Olten zu den Favoriten in der Swiss League und somit auch zu den Aufstiegskandidaten. Auch in diesem Jahr wird wieder mit den grünen Mäusen zu rechnen sein. Mit Dion Knelsen konnte ein Top-Ausländer verpflichtet werden, der in den letzten Jahren gefehlt hatte. Zudem konnten sechs der sieben besten Schweizer Skorer der vergangenen Saison gehalten werden. Einzig der Verlust von Tim Grossniklaus (SCL Tigers) schmerzt.

EHC Kloten

Nachdem es in der letzten Saison fast ein Wunder gebraucht hätte, um vorne mitzuspielen, ist das Kader des EHC Kloten nun um einiges besser aufgestellt. Mit Dominic Nyffeler hütet eine starke Nummer 1 das Tor. Zudem findet man zwei hochkarätige ausländische Feldspieler im Kader. Eric Faille wurde zuletzt in der slowakischen Liga Topskorer und Meister. Dass Robin Figren als guter Skorer aus der höchsten schwedischen Liga in die Swiss League wechselt, ist ein grosser Coup. Möglicherweise der kompletteste Ausländer der Swiss League.

Kloten scheiterte in der letzten Saison bereits im Playoff-Viertelfinal am SC Langenthal. (bild: EHC Kloten)

HC Ajoie

Der Abgang von Dominic Nyffeler tut dem HC Ajoie sicherlich weh. Mit Tim Wolf konnte aber ein valider Ersatz an Land gezogen werden. Zudem bleibt das gefährlichste Sturmduo der Liga, Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen, den Jurassiern erhalten. Geschickte Transfers wie Stefan Mäder und Devin Muller sowie einige Talente aus dem Nachwuchs verstärken das Team in der Breite.

  •  können die Favoriten ärgern

HC La Chaux-de-Fonds

Nach der besten Saison seit einem Jahrzehnt steigt La Chaux-de-Fonds mit erhöhten Erwartungen in die neue Spielzeit. Die Mannschaft wurde aber nicht überdurchschnittlich verstärkt und die Leistungsträger Alain Mieville, Gaëtan Augsburger, Adam Hasani und Philipp Wetzel werden auch nicht mehr jünger. Deshalb wird La Chaux-de-Fonds in dieser Saison vermutlich nicht mehr ganz vorne mitspielen.

SC Langenthal

Obwohl der SC Langenthal die letzte Saison als Swiss League-Champion beendet hat, wird er in Zukunft wohl etwas kleinere Brötchen backen müssen. Denn die Langenthaler haben mit Swiss Ice Hockey vereinbart, dass sie in den nächsten drei Jahren aufgrund ihres Stadions kein Aufstiegsgesuch mehr einreichen werden. Damit scheint auf den ersten Blick die Attraktivität des Klubs zu sinken. Trotzdem haben die Langenthaler aber einige interessante Transfers tätigen können und sind damit immer noch in der Lage, jeden Gegner der Liga zu schlagen.

In Langenthal beginnt besonders die Ära nach dem kongenialen Ausländerduo Brent Kelly (l.) und Jeff Campbell. (twitter)

HC Thurgau

Mit dem Einzug in den Playoff-Halbfinal des HC Thurgau rechnete vor einem Jahr niemand. Nun liegt es an den Ostschweizern, die ausgezeichnete Saison zu bestätigen. Mit Michael Loosli verlieren sie aber ihren besten Schweizer Spieler der letzten Spielzeit. Trotzdem konnte der Grossteil des Teams im Vergleich zum letzten Sommer behalten und entscheidend ergänzt werden. Und wenn Nicola Aeberhard an seine Leistungen zum Saisonende anknüpfen kann, ist er einer der besten Torhüter der Liga.

  • kämpfen um die Playoffs 

EHC Visp

Der EHC Visp hat in der Sommerpause sein Kader hauptsächlich etwas verjüngt. Fabian Haberstich (22), Stefan Spinell (20), Jan Petrig (20) und Fadri Riatsch (20) verfügen alle über enormes Potential und kamen mehrmals in U-Nationalmannschaften zum Einsatz. Den Wallisern fehlt sicherlich etwas die Erfahrung, weshalb eine Niederlagenserie für die Mannschaft sehr gefährlich sein und im Kampf um die Playoffs enden könnte.

HC Sierre

Als Aufsteiger hat man es meist schwer, in der höheren Liga gleich in der ersten Saison Fuss zu fassen. Doch für den HC Sierre dürfte dies kein Problem sein. Sie dominierten die MySports League in der vergangenen Saison und haben das Kader beisammen halten können. Zudem wurde mit Goran Bezina ein grosser Name verpflichtet, der die junge Mannschaft anführen kann. Auch die Ausländerpositionen (Eric Castonguay und Guillaume Asselin) konnte der Aufsteiger gut besetzen.

EVZ Academy

Die EVZ Academy löste seit ihrer Gründung immer mehr die GCK Lions als bestes Farm- bzw. Nachwuchsteam ab. Im breiten Kader mit einem Durchschnittsalter von 19.6 Jahren findet man ein Riesentalent nach dem anderen. Obwohl die Mannschaft etwas schwächer einzuschätzen ist als bei den zwei Playoff-Qualifikationen 2018 und 2019, muss man sie wieder auf dem Buckel haben. 

  • müssen sich mit den Playouts zufrieden geben

GCK Lions

Die GCK Lions hatten auch schon stärkere Kader als in dieser Saison. Neue Talente aus dem eigenen Nachwuchs gab es für einmal keine, abgesehen von Justin Sigrist und Yannick Brüschweiler, die aber gleich den Schritt zu den ZSC Lions gemacht haben. Immerhin befinden sich die starken Ausländer, Ryan Hayes und Victor Backman, weiterhin im Team. Die Playoffs scheinen für einmal in weiter Ferne zu sein.

EHC Winterthur

Der Abstieg von Kloten tat auch dem EHC Winterthur weh. Denn als inoffizielles Farmteam der Klotener erhielt man immer wieder vielversprechende Nachwuchstalente, die Spielpraxis gesucht hatten. Doch nun ist man praktisch auf sich selbst angewiesen. Mit Thibaut Monnet konnte zwar ein grosser Name verpflichtet werden, der allerdings den Zenit längst überschritten hat. Ansonsten stehen kaum Spieler im Kader, die Potential für höhere Aufgaben hätten. 

HC Biasca Ticino Rockets

Die Ticino Rockets sind im Vergleich zur vergangenen Saison sicherlich besser aufgestellt. Sowohl Ambri als auch Lugano stellen dem abgeschlagenen Schlusslicht der letzten zwei Jahre neuerdings einen Ausländer zur Verfügung. Zudem sind die vielen jungen Spieler durch die gesammelte Erfahrung etwas stärker einzuschätzen. Trotzdem dürfte es schwierig sein, sich von der roten Laterne fernzuhalten.


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