Wenn Alex Ovetchkin vom eigenen Mitspieler niedergestreckt wird

In der NHL gilt er als «böser Junge»: Tom Wilson schreckt vor keinem Gegner zurück. Der 25-jährige Stürmer im Diensten der Washington Capitals ist ein Spieler, den man lieber in den eigenen als in den gegnerischen Reihen hat. Doch auch in den eigenen kann es gefährlich werden, wie er am Wochenende gezeigt hat.

Wenn Tom Wilson auf dem Feld steht, dann muss man immer mit einem «Open Ice Hit», einem sogenannten Check auf offenem Eis, also nicht in Bandennähe, rechnen. Vor einem Jahr wurde er für so einen Check gegen den Kopf für 20 Spiele gesperrt. Immer mindestens 120 Strafminuten sammelte Wilson in seiner NHL-Karriere, die in der Saison 2013/14 gestartet hat.

Seit etwa zwei Jahren spielt der Aggressivleader meist in der ersten Sturmlinie neben Superstar Alex Ovetchkin. Dieser beendet zwar auch gerne mal einen Check, doch der 34-jährige Russe wird auch nicht mehr jünger und soll sich im gehobenen Alter mehr aufs Skoren konzentrieren. Die Massnahme Wilson in die erste Sturmreihe sollte den Gegnern also noch einmal deutlich machen, sich nicht mit dem russischen Superstar anzulegen. Wilson zieht nämlich gerne mal die Handschuhe aus, um sich zu rächen. Insgesamt 61 Mal hat er sich zu einer «Schlägerei» hinreissen lassen, die meisten davon natürlich gewonnen. 

Am Wochenende wollte Wilson gegen Sean Kuraly einen weiteren harten Open Ice Hit ansetzen. Doch der Stürmer der Boston Bruins wich gekonnt aus, so dass Wilson ungebremst vor ihm vorbeifuhr. Unglücklicherweise war da aber noch Teamkollege Ovetchkin, der Kuraly nachjagte. Die beiden 100-Kilo-Brocken krachten zusammen und fanden sich beide auf dem Eis wieder. 

Ovetchkin sah später auf der Bank sichtlich «not amused» aus. Wilson dürfte froh sein, dass die beiden immer noch im gleichen Team spielen. Möglicherweise muss er im nächsten Training trotzdem mit einer etwas härteren Gangart seines russischen Teamkollegen rechnen.


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