Meier gegen Andrighetto - Die Paarungen der zweiten Playoff-Runde der Western Conference

Mit den Nashville Predators, Calgary Flames und Vegas Golden Knights sind bereits drei Geheimfavoriten im Kampf und den Stanley Cup gescheitert. Das öffnet Türen für die Underdogs. Die Paarungen der zweiten Runde der Western Conference.

San Jose Sharks - Colorado Avalanche

Die San Jose Sharks sind das einzige Team der Western Conference, das sich als Favorit - bzw. mit mehr Punkten in der Regular Season - hat durchsetzen können. Dies ist ihnen allerdings auch erst in einem verrückten siebten Spiel gelungen, in dem sie bis zur 50. Minute mit 3:0 in Rückstand gelegen waren. Aber genauso eine Aufholjagd kann Welten bewegen, wie das die Columbus Blue Jackets gegen die Tampa Bay Lightning gezeigt haben.

Der Gegner im Conference Halbfinal heisst nun Colorado Avalanche. Das Team um den Schweizer Sven Andrighetto hat überraschenderweise die Calgary Flames aus den Playoffs geworfen. Mit 4:1 in der Serie fiel das Resultat relativ deutlich aus. Bei den Avalanche glänzte vor allem eine Linie: Mikko Rantanen hat fünf Tore und vier Assists, Nathan MacKinnon drei Tore und fünf Assists gesammelt. Die Flames haben gegen diese Linie, welche von Gabriel Landeskog komplettiert wird, kein Mittel gefunden..

In der Breite sind die Sharks deutlich besser aufgestellt. Neun Spieler haben schon mindestens vier Skorerpunkte erzielt, darunter auch Timo Meier mit einem Tor und drei Vorlagen. Der Schweizer kommt nach seiner Handgelenksverstauchung immer besser in Fahrt und war im siebten Spiel gegen die Golden Knights einer der beste «Haie». Wenn Meier und Co. Colorados Toplinie aber nicht in den Griff bekommen, wird ihnen diese Breite auch nicht viel weiterhelfen. Denn Philipp Grubauer, die eigentliche Nummer 2 der Avalanche, lässt sich in diesen Playoffs bisher nur sehr schwer bezwingen. Er hat eine hervorragende Fangquote von 93.9 %, während der Schlussmann der Sharks, Martin Jones, nur 90.4 % aller Schüsse auf sein Kasten hält.

Timo Meier kommt immer besser in Fahrt. (Matt Cohen/Icon Sportswire)

In der Regular Season waren die Sharks in den Direktduellen die bessere Mannschaft. Alle drei Aufeinandertreffen hatten sie für sich entschieden. In den Playoffs beginnt natürlich alles wieder bei null.

St. Louis Blues - Dallas Stars

Sowohl die St. Louis Blues als auch die Dallas Stars sind ohne Heimrecht in die Playoffs gestartet. Trotzdem haben beide Teams die Serie mit 4:2 für sich entschieden. Während die Stars das punktbeste Team der Central Division, die Nashville Predators, eliminiert haben, sind die Blues eine zu grosse Hürde für die Winnipeg Jets gewesen.

Die St. Louis Blues haben sich nach einem katastrophalen Saisonstart immer besser präsentiert und deshalb verdient die Winnipeg Jets aus den Playoffs geworfen. Nachdem Jake Allen jahrelang die Nummer 1 der Blues gewesen ist, hat ihn nun Jordan Binnington vom Thron gestossen. Der 25-Jährige, welcher zuvor noch keine NHL-Erfahrung hatte, bestritt in der zweiten Saisonhälfte praktisch alle Spiele und ist nun in den Playoffs die Lebensversicherung der Blues.

Ansonsten ist das Kader der Blues sehr ausgeglichen. Durch die Zuzüge im Sommer von Ryan O’Reilly, David Perron und Tyler Bozak haben sie sich vor allem in der Breite sehr verstärkt. Die Eiszeiten werden darum - vor allem in den ersten drei Linien - gut verteilt. Aber auch die vierte Sturmreihe kann hin und wieder ein Tor erzielen.

Bei den Dallas Stars sieht das ganze etwas anders aus. Sie haben nicht das Talent, um mit offensiver Leichtigkeit die Spiele zu dominieren. Deshalb fallen meist nicht sehr viele Tore, wenn die Stars am Werke sind. In der Regular Season liessen sie am zweitwenigsten Tore hinter den Islanders zu. Das ist sicher die grosse Stärke der Stars. Mit einer starken ersten Linie um Tyler Seguin, Jamie Benn und Alexander Radulov macht sie das zu einem gefährlichen Gegner.


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