Niederreiter gegen Sbisa - Die Paarungen der zweiten Playoff-Runde der Eastern Conference

Der Saisondominator der NHL, die Tampa Bay Lightning, ist bereits in der ersten Runde gescheitert, genauso wie die ambitionierten Toronto Maple Leafs. So steigen die Chancen der Underdogs. Das sind die Paarungen der zweiten Runde der Eastern Conference.

Columbus Blue Jackets - Boston Bruins

Es war die Überraschung der diesjährigen Playoffs! Die Columbus Blue Jackets kippen den Saisondominator Tampa Bay bereits in der ersten Runde aus der Ausmarchung um den Stanley Cup. Und was noch verrückter ist: Es war der überhaupt erste Sieg einer Playoff-Serie in ihrer Geschichte.

Die Blue Jackets haben auf dem Papier ohne Zweifel ein starkes Team und vor allem der Trade von Matt Duchene kurz vor der Deadline zahlt sich bisher hervorragend aus. Mit sieben Punkten aus vier Spielen ist Duchene bisher der Playoff-Topskorer der Blue Jackets. Dass 15 der bisher 19 eingesetzten Spieler schon mindestens einen Punkt auf dem Konto haben, zeigt aber, dass alle Spieler im Kader von Columbus skoren können. Und das in vier Spielen gegen die Tampa Bay Lightning!

Sich leider noch nicht in die Skorerliste eingetragen hat Dean Kukan. Der Schweizer Verteidiger ist aber eine der positiven Überraschungen bei den Blue Jackets und hat sich einen Platz in der Verteidigung gesichert. Trotzdem ist er einer der wenigen mit einer leicht negativen Bilanz (-1).

Die Boston Bruins sind aber kein leichter Gegner. Im Vergleich zu den Lightning spielen die Bruins ein deutlich härteres Spiel und sind weniger auf spielerische Leistung ausgelegt. Mit Brad Marchand, Patrice Bergeron und David Pastrnak haben sie trotzdem eine sagenhafte Sturmformation, die neben dem Toreschiessen auch jede gegnerische Linie aus dem Spiel nehmen kann.

Da sich die Torhüter etwa auf Augenhöhe bewegen, wird es sicherlich eine enge Angelegenheit werden. Sergei Bobrovsky (Columbus) hat eine sehr gute Fangquote von 93.2 %. Abgesehen vom ersten Drittel im ersten Spiel hat er gehalten, was es zu halten gibt. Tuuka Rask präsentierte sich mit einer Fangquote 92.8 % ebenfalls in einer guten Verfassung.

Carolina Hurricanes - New York Islanders

Mit dieser Paarung in der zweiten Runde der Playoffs hätte wohl niemand gerechnet. Obwohl die New York Islanders die Regular Season vor den Pittsburgh Penguins abgeschlossen hatten, waren sie im Vorfeld nicht unbedingt der Favorit. Doch die Penguins scheiterten deutlich an der Defensive der Islanders, die in vier Spielen nur sechs Tore zugelassen hatte. Die Carolina Hurricanes besiegten überraschend den amtierenden Stanley Cup Sieger, die Washington Capitals, in sieben Spielen. Sie haben möglicherweise etwas die schwereren Beine.

Die Islanders haben mit Robin Lehner einen hervorragenden Torhüter im Kasten, der gegen die Penguins sagenhafte 95.6 % aller Schüsse abgewehrt hatte. Der Schwede ist bisher der beste Schlussmann in den Playoffs.

Für die Hurricanes wird es dementsprechend schwer werden, Tore zu erzielen. Dass sie aber nicht zu unterschätzen sind, haben sie gegen den Titelverteidiger Washington bewiesen. Ihre grösste Stärke liegt im Teamzusammenhalt. Sie geben nie auf und haben so einen 0:2 Rückstand in der Serie gegen die Capitals und mehrmals einen Rückstand in den Spielen aufgeholt. Das Team wird bis zum Ende kämpfen und versucht so die defensiven Mauern der Islanders zu brechen.

Während viele Spieler der Hurricanes in Hochform auflaufen, hat Nino Niederreiter seine Grenzen in den Playoffs noch nicht erreicht. Erst ein Assist steht ihm in sieben Spielen zu Buche. Eine Steigerung des Schweizers wäre natürlich hilfreich. Vor allem in diesen Partien ist der Verkehr vor dem Tor von Nöten, damit plötzlich ein Puck hinter die Linie fällt.

Nino Niederreiter hat seine Form aus der Regular Season nicht mit in die Playoffs genommen. (Jeanine Leech/Icon Sportswire)

Die Paarungen der Western Division:


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