NHL Roundup 4 - Die besten Schweizer vor dem Playoff-Einzug, aber einige könnten an die WM kommen

Die Besten sollen die Besten sein. So sieht es aktuell auch in der NHL aus. Die drei punktbesten Schweizer dürfen sich allesamt auf die Playoffs freuen, andere hingegen könnten womöglich die Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft verstärken.

Kevin Fiala (46 Spiele, 19 Tore + 18 Assists)

Da ist einer in Form! Seit dem letzten Roundup Anfang April punktete Kevin Fiala in elf von 15 Partien. Neun Tore erzielte er und zehn Assists liess er sich gutschreiben. Fünfmal skorte er sogar mehrfach, wobei er gar einen Hattrick beim 8:3 Sieg gegen die Colorado Avalanches erzielte. Es war sein erster überhaupt in der NHL. Hinter Rookie Kirill Kaprizov ist Fiala mit 37 Punkten der zweitstärkste Spieler des Teams. Unter anderem dank dem punktbesten Schweizer der NHL sind die Minnesota Wild auf bestem Weg, sich für die Playoffs zu qualifizieren.

 

Nino Niederreiter (51 Spiele, 18 Tore und 14 Assists)

Nino Niederreiter wurde zwar vom formstarken Fiala in Sachen Punkte überholt, doch der 28-jährige Bündner spielt weiterhin eine starke Saison mit den Carolina Hurricanes. In einem extrem anstrengenden April mit 17 Spielen arbeiteten sich die Hurricanes an die Spitze der Discover Central Division. Mit 75 Punkten stehen sie sogar ligaweit an der Spitze, haben aber eine Partie mehr wie Verfolger Vegas, das nur einen Punkt weniger hat. Niederreiter selbst erzielte vier Tore und sammelte sechs Assists und hat mit 32 Punkten schon drei Punkte mehr gesammelt in der vergangenen Saison mit deutlich weniger Spielen.

Roman Josi (45 Spiele, 6 Tore + 25 Assists)

Was für ein Steigerungslauf der Nashville Predators während der Saison: Das Team um Captain Roman Josi startete katastrophal in die Saison und entfernte sich immer mehr von den Playoffs. Doch Mitte März machte es plötzlich Klick und die Predators hängten Sieg an Sieg. Nun scheinen die Playoffs zum Greifen nahe. Auch Josi konnte sich im Vergleich zum Saisonstart steigern und hat sich seiner herausragenden Form der letzten Saison angenähert. Im April sammelte er in 15 Spielen zehn Skorerpunkte. Mit 31 Punkten ist der 30-jährige Schweizer einmal mehr Topskorer seines Teams.

Captain Roman Josi führt sein mit grosser Wahrscheinlichkeit Team in die Playoffs. (JustPictures)

Timo Meier (49 Spiele, 9 Tor + 19 Assists)

Keine Playoff-Time in San Jose: Die Sharks mit Timo Meier werden die Playoffs in dieser Spielzeit nicht erreichen können. Daran konnte auch Timo Meier nichts ändern. Der Schweizer macht zwar regelmässig seine Punkte - drei Tore und vier Assists waren es in 16 Partien -, aber an den Punkteschnitt der letzten zwei Spielzeiten wird er in den verbleibenden fünf Partien wohl nicht mehr herankommen. Aus Schweizer Sicht darf man sich trotzdem freuen: So wird er die Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft vermutlich verstärken können. 

Pius Suter (37 Spiele, 11 Tore + 7 Assist)

Dass die Chicago Blackhawks in dieser Spielzeit die Playoffs erreichen würden, damit war unter anderem aufgrund des Ausfalls ihres Captains Jonathan Toews kaum zu rechnen. Trotzdem hielten sie sich lange im Playoff-Rennen. Viel hing auch damit zusammen, dass Pius Suter gleich in seiner ersten Spielzeit in der NHL für Furore sorgte und Toews teilweise ersetzen konnte. Trotzdem wird es nicht für die Playoffs reichen. Zuletzt war der 24-jährige Schweizer auch nicht mehr zwischen Patrick Kane und Alex DeBrincat gesetzt und lief neben verschiedenen Mitspielern auf. Dabei konnte er in 13 Partien fünf Skorerpunkte sammeln.

Philipp Kurashev (49 Spiele, 8 Tore + 7 Assists)

Obwohl Philipp Kurashev zuletzt wieder vermehrt in den vorderen Reihen auflaufen durfte, konnte er sich in den letzten Spielen nicht mehr so in Szene setzen. Der junge Schweizer erzielte in 13 Partien nur noch ein Tor und sammelte zwei Assists. Auch er wird mit den Blackhawks die Playoffs verpassen.

Philipp Kurashev läuft vermehrt wieder neben Dominik Kubalik oder Patrick Kane auf, nachdem er lange in der dritten Linie war. (HockeyViz)

Nico Hischier (16 Spiele, 6 Tore + 2 Assists)

Am 14. April konnte Nico Hischier nach über einem Monat Pause endlich sein Comeback geben. Allerdings setzte es für die Devils gleich acht Niederlagen in Serie ab. Aktuell stehen sie aber bei drei Siegen in Folge. Mit vier Toren und einem Assist in elf Partien kurbelte Hischier ein bisschen die Offensive an, viel mehr konnte er jedoch auch nicht ausrichten. Alles in allem ist es eine Saison zum Vergessen für die Devils, die sich hoffentlich ihren Rebuild vorantreiben können.

Dean Kukan (23 Spiele, 1 Tor + 3 Assists)

Nach mehreren Spielen auf der Tribüne hat sich Dean Kukan wieder in die Aufstellung zurück gekämpft. Zwar ist er nicht in jedem Spiel gesetzt, trotzdem absolvierte er seit dem letzten Roundup zehn Spiele. Dabei liess er sich nach langer Zeit wieder einmal einen Assist gutschreiben. Für die Columbus Blue Jackets ist der Playoff-Zug längst abgefahren. Sie befinden sich am Ende ihrer Division.

Gaëtan Haas (33 Spiele, 2 Tore + 1 Assist)

Die Edmonton Oilers absolvierten im April nicht so viele Partien wie andere Teams. In elf von zwölf Spielen kam auch Gaëtan Haas zum Einsatz. Allerdings blieb er punktelos, obwohl er regelmässig über zehn Minuten Eiszeit erhielt. Der 29-jährige Center wird sich mit den Oilers definitiv für die Playoffs qualifizieren.

Jonas Siegenthaler (13 Spiele)

Nachdem Jonas Siegenthaler bei den Washington Capitals lange nur überzählig gewesen war, wurde er kurz vor der Trade Deadline zu den New Jersey Devils getradet. Dort traf er auf seinen Jugendfreund Nico Hischier. Der 23-jährige Verteidiger kam bei den Devils gleich zu über 16 Minuten Eiszeit pro Partie. Nach sechs Spielen für die neue Organisation musste er jedoch auf die COVID-Liste und bestritt kein Spiel mehr seither.

Yannick Weber (2 Spiele)

Seit dem 2. Februar kam Yannick Weber bei den Pittsburgh Penguins nicht mehr zum Einsatz.

Luca Sbisa (1 Spiel)

Luca Sbisa wartet gar seit dem 25. Januar auf einen Einsatz.




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