Saisonrückblick 19/20 - Der Lausanne HC sucht die Meisterform

Im Herbst zog der Lausanne HC in sein neues Zuhause ein, womit der Meistertitel endgültig das Ziel ist. Allerdings zeigten die Waadtländer keine so wahnsinnig gute Regular Season, sodass sie in den Playoffs der Favorit gewesen wären.

Best Player

Christoph Bertschy ist einer derjenigen Spieler, die ein ganzes Team verbessern können. Der 25-jährige Stürmer verbesserte sich in seiner zweiten Saison nach seiner Rückkehr aus Nordamerika um einen Skorerpunkt und sammelte in 50 Spielen 34 Punkte. Damit liegt er nur einen Punkt hinter Topskorer Dustin Jeffrey. Aber nicht nur in Sachen Skorerpunkte ist Berschty besonders wichtig. Er war der am meisten eingesetzte Schweizer Spieler der Waadtländer und durfte sowohl in Über- als auch Unterzahl ran. 

Bertschys Mischung aus Geschwindigkeit und Technik ist für die Verteidiger besonders gefährlich. (JustPictures)

Die Überraschung

In seinem zweiten Vertragsjahr in Lausanne überraschte Petteri Lindbohm mit einer Produktivität, die er zuvor in seiner Karriere noch nie gezeigt hatte. Der 26-jährige Verteidiger, der mit Finnland an der WM 2019 die Goldmedaille gewonnen hatte, erzielte acht Tore und lieferte 15 Assists in 50 Spielen. Der Grossteil dieser Punkte sammelte er bei Gleichstand auf dem Eis. Lindbohm war zudem der am meisten eingesetzte Spieler der Lausanner und wies die zweitbeste Plus-Minus-Bilanz des Teams auf (+13).

Die Enttäuschung

Im Starensemble der Waadtländer ist es nicht einfach, sich als mittelmässiger Spieler einen Namen zu machen. Umso mehr ist die Gefahr vorhanden, einfach unterzugehen. Genau dies ist bei Robin Leone der Fall. Der 27-jährige Stürmer wechselte vor zwei Jahren von Kloten zu Lausanne. Während er in seinem ersten Vertragsjahr noch einigermassen zu überzeugen vermochte, lief es ihm in dieser Saison gar nicht. Nur sieben Skorerpunkte stehen ihm in 45 Einsätzen zu Buche. Im Schnitt erhielt Leone nicht einmal mehr zehn Minuten Eiszeit. Trotzdem hat er seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. 

Saisonfazit und Blick in die Zukunft

Die Saison des Lausanne HC ist sehr schwierig einzuschätzen. Es haben schlicht und einfach die Playoffs gefehlt. Die Qualifikation war mit dem 6. Platz nicht überragend. Wie sich die Waadtländer in den Playoffs geschlagen hätten, kann nicht beurteilt werden. Allerdings überzeugten sie - vor allem gegen Saisonende - nicht so sehr, dass sie als Meisterfavorit in die Playoffs gestartet wären.

In den nächsten Wochen und Monaten wird Lausanne auf dem Transfermarkt aktiv werden müssen. Das Kader umfasst aktuell neben zwei Torhütern nur sieben Verteidiger und neun Stürmer. Zuzüge sind bisher noch keine bekannt. Nur die Abgänge der beiden Schweizer Stürmer Yannick Herren und Tim Traber sowie der Ausländer Dustin Jeffrey, Vadim Pereskokov, Alexandre Grenier und Philip Holm sind offiziell. 

Das Kader werden sicherlich noch ein ausländischer Verteidiger sowie zwei ausländische Stürmer ergänzen. Doch selbst dann ist das Kader immer noch sehr dünn besetzt. Nur die Verträge von Benjamin Antonietti und Lee Roberts laufen aus und könnten demnach verlängert werden. Dass die Lausanner erneut mit so wenig Verletzungspech durch die Saison kommen, ist sehr unwahrscheinlich. Entweder werden noch einige Zuzüge vermeldet oder Lausanne muss in der kommenden Saison vermehrt auf den Nachwuchs setzen.

Zuzüge

Abgänge

  • Philip Holm (V)
  • Dustin Jeffrey (S)
  • Tim Traber (S)
  • Yannick Herren (S)
  • Vadim Pereskokov (S)
  • Alexandre Grenier (S)

Ausländer

  • Cory Emmerton (S)



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