Saisonrückblick 19/20 - Der SC Bern enttäuschte auf ganzer Linie

Der Meister von 2019 erreichte nie seine Form der letzten drei Jahre und verpasste schliesslich die Playoffs wegen einem Punkt.

Best Player

Als einer der wenigen Konstanten im Spiel des SC Bern konnte Simon Moser Spiel für Spiel überzeugen. Der 31-jährige Stürmer geht in jeder Partie dorthin, wo es weh tut und bringt die so wichtigen Emotionen ins Spiel. Zudem war Moser in dieser Spielzeit so produktiv wie noch nie in der National League. In 50 Spielen erzielte er 16 Tore und sammelte 21 Assists.

Simon Moser sorgt in jedem Spiel für Verkehr vor dem gegnerischen Tor. (JustPictures)

Die Überraschung

So viel man sich die Statistiken anschaut, eine wirkliche Überraschung gibt es im Berner Team nicht. Keiner der jungen Spieler wie André Heim, Yanik Burren, Colin Gerber oder Jeremi Gerber machte den nächsten Schritt. Und auch die bekannten Namen wuchsen nicht über sich hinaus.

Die Enttäuschung

Auch in seiner zweiten Saison konnte Matthias Bieber seinen Transfer in die Hauptstadt nicht rechtfertigen. Der 34-jährige Stürmer hatte zwar mit viel Verletzungspech zu kämpfen, doch auch wenn er auf den Feld stand, wirkte er nur wie ein Fremdkörper. In 14 Einsätzen sammelte er keinen einzigen Skorerpunkt. Zudem stand er pro 60 Minuten Eiszeit bei 3.03 Gegentoren und somit am viertmeisten, wenn sein Team einen Gegentreffer erhält, auf dem Eis. Sein Vertrag läuft aus. Ob er überhaupt noch einmal einen Vertrag in der National League erhält, darf wirklich hinterfragt werden.

Saisonfazit und Blick in die Zukunft

Die Saison des SC Bern ist schnell zusammengefasst. Der letztjährige Schweizer Meister enttäuschte auf ganzer Linie und schaffte es nie wirklich zu überzeugen.

Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass im Hinblick auf die kommende Saison einige Wechsel bevorstehen. Der 22-jährige Philip Wüthrich ersetzt Pascal Caminada als Backup-Goalie. In der Defensive stossen mit Thomas Thiry und Miro Zryd zwei Spieler vom EV Zug zu den Berner, die die Verteidigung verjüngen sollen. Der 33-jährige Justin Krüger erhält nämlich keinen Vertrag mehr.

Im Sturm sollen Jan Neuenschwander, Thierry Bader und Simon Sterchi das Team vor allem in der Tiefe verstärken. Ob diese Spieler der Mannschaft weiterhelfen, darf sicherlich bezweifelt werden. Sie haben aber alle ihre Stärken und können eine wichtige Rolle einnehmen. Daniele Grassi und Marc Kämpf verlassen hingegen die Haupstädter.

Auch auf den Ausländerpositionen gibt es einen grossen Wechsel. Andrew Ebbett verlässt nach fünf, Mark Arcobello nach vier und Jan Mursak nach zwei Spielzeiten den SCB. Einzig Schlussmann Tomi Karhunen bleibt. Mit Dustin Jeffrey und Ted Brithén sind aber auch schon zwei Ersatzleute bekannt. 

Um mit vier ausländischen Feldspielern antreten zu können, wenn Philip Wüthrich das Tor hütet, werden die Berner sicherlich noch zwei weitere Ausländer verpflichten. Ebenfalls offen sind die Personalien Gaetan Haas und Kyen Sopa. Ob Gaetan Haas sich erneut mit einer Hinterbänkler-Rolle in der NHL zufrieden geben wird, ist unklar. Wenn er nicht in Nordamerika bleibt, hat er noch einen laufenden Vertrag beim SCB. Der 19-jährige Sopa ist zu alt für eine weitere Saison in Kanadas Juniorenligen und könnte zum Klub zurückkehren, bei dem er bereits für die U20 gespielt hatte.

Zuzüge

  • Philip Wüthrich (G)
  • Miro Zryd (V)
  • Thomas Thiry (V)
  • Simon Sterchi (S)
  • Jan Neuenschwander (S)
  • Thierry Bader (S)
  • Ted Brithén (S)
  • Dustin Jeffrey (S)

Abgänge

  • Pascal Caminada (G)
  • Justin Krüger (V)
  • Andrew MacDonald (V)
  • Marc Kämpf (S)
  • Andrew Ebbett (S)
  • Mark Arcobello (S)
  • Jan Mursak (S)
  • Daniele Grassi (S)

Ausländer

  • Tomi Karhunen (G)
  • Dustin Jeffrey (S)
  • Ted Brithén (S)



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