Wenn ausgerechnet Provokationskönig Brad Marchand dem Captain sagt, er solle doch ein Vorbild sein…

In der vergangenen Nacht wiesen die Boston Bruins im zweiten Spiel die Carolina Hurricanes deutlich in die Schranken und führten zwischenzeitlich mit 2:6. Bei den Hurricanes baut sich dabei natürlich viel Frust an, vor allem wenn einer auf der Gegenseite Brad Marchand heisst.

Es war nicht das erste Mal in dieser Serie, als Justin Williams und Brad Marchand aneinander geraten sind. Kurz vor Ablauf des zweiten Drittels wurden die Rangeleien aber erstmals bestraft. Der Captain der Hurricanes erhielt eine Zweiminutenstrafe wegen Haltens, während Marchand fälschlicherweise ohne Folgen davonkam. Eigentlich war es aber zweiterer, welcher den Gegenspieler zuerst mit dem Stock zu Boden rang.

Marchand spielte einmal mehr Provokateur und Opfer zugleich. Er wusste natürlich nichts davon, Williams zu Fall gebracht zu haben und liess sich wehrlos von diesem angreifen. Wie es ein Provokationskönig zu machen hat, zeigte er nur mit dem Arm in Richtung Spielerbank, womit er sagen wollte, dass sich Williams dort auswechseln lassen sollte.

Nachdem die Strafe ausgesprochen wurde, hatte Marchand dann doch noch einige Gesten für Williams übrig. Mit den Fingern machte er ein «C» auf die Brust und wollte dem Captain der Hurricanes damit klarmachen, dass er sich mit dem Buchstaben gefälligst vorbildlich zu benehmen hat. Während Williams am ausrufen war, zeigte Marchand diesmal schön zur Strafbank, wo sich der böse Williams hinzusetzen hat.

 

Ausgerechnet Brad Marchand, seit Jahren nicht der beliebteste Spieler der NHL, muss dem Captain die Leviten lesen. Seine Rolle als Provokateur spielt er auf jeden Fall perfekt. Der 31-Jährige weiss natürlich, dass er in solchen Situationen im Blickpunkt von allen Kameras steht. Während Maxim Lapierre voller Stolz in die Kamera gelacht hätte, versucht Marchand wenigstens als Unschuldslamm dazustehen. Ob er sich überhaupt selbst noch ernst nehmen kann?

Die letzte provokative Tat von Marchand, diesmal gegenüber den Medien:


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