NHL Playoffs 2019 - Die Paarungen der Eastern Conference um Niederreiter und Co.

In der vergangenen Nacht wurden die letzten Spiele der Regular Season bestritten. Damit stehen die Gegner von Nino Niederreiter, Jonas Siegenthaler, Luca Sbisa und Dean Kukan in der Eastern Conference fest.

Metropolitan Division

Washington Capitals (1.) - Carolina Hurricanes (WC)

Der amtierende Stanley Cup Sieger hat eine souveräne Saison mit wenig Höhen und Tiefen hinter sich. Mit dem Wissen, dass Alex Ovechkin regelmässig seine Tore schiesst (51 Saisontreffer), haben die Washington Capitals einen Trumpf in der Hinterhand. Das grösste Problem liegt in der Defensive. Jonas Siegenthaler ist leider noch nicht bereit, dieses zu lösen und wird deshalb wohl kaum zum Einsatz kommen.

Trotzdem wird mit Nino Niederreiter in diesem Duell ein Schweizer im Einsatz stehen. El Nino hat die Carolina Hurricanes mit seinem Trade zu einem besseren Team gemacht und in die Playoffs geführt, welche ohne ihn vermutlich nicht möglich gewesen wären. Bei all seinen Playoff-Qualifikationen konnte Niederreiter noch nie über sich hinauswachsen. Weshalb soll nach der ersten Playoff-Qualifikation der Hurricanes seit zehn Jahren nicht gleich die Überraschung folgen?

New York Islanders (2.) - Pittsburgh Penguins (3.)

Die Überraschungsmannschaft der Saison sind die New York Islanders. Nach dem Abgang von Franchise-Spieler John Tavares im Sommer sicherten sie sich zum ersten Mal seit 1988 das Heimrecht in den Playoffs. Nach einem kurzen Leistungstief haben die Islanders zuletzt wieder besser die Form gefunden und sechs von zehn Spielen gewonnen. Luca Sbisa wird, wie in der Regular Season, in den Playoffs wohl kaum zum Zuge kommen.

Nur drei Punkte Rückstand wiesen die Pittsburgh Penguins auf den Playoff-Gegner auf. Sie spielten bisher keine überragende Saison, doch mit den Penguins und Sidney Crosby ist in den Playoffs immer zu rechnen. Leider hängt sehr viel von den Topstars ab. Wenn die Islanders, die beste Defensive der Liga, Crosby und Co. neutralisieren kann, wird es ebenfalls eine spannende Serie.

Atlantic Division

Tampa Bay Lightning (1.) - Columbus Blue Jackets (WC)

Die Tampa Bay Lightning haben in dieser Saison praktisch alle Rekorde der Neuzeit gebrochen. Sie holen sich die President’s Trophy souverän mit 21 Punkten Vorsprung auf die Calgary Flames und insgesamt 128 Punkten. Der Kampf um den Stanley Cup wird wohl kaum an ihnen vorbeigehen. Sie sind einfach von hinten bis vorne hervorragend aufgestellt und haben den Topskorer Nikita Kucherov in ihren Reihen.

Die Columbus Blue Jackets haben am Trade Deadline Day gross zugeschlagen und sich damit Hoffnungen auf den Titel gemacht. Seit den Trades von Matt Duchene und Ryan Dzingel läuft es den Blue Jackets aber nicht wie gewünscht. Sie haben sich erst am zweitletzten Spieltag für die Playoffs qualifiziert und nun den schwierigsten Gegner erwischt. Dean Kukan kam gegen Saisonende immer mehr zum Einsatz und wird voraussichtlich auch in den Playoffs einen Platz in der Defensive finden. Dann hat er sich gegen den mit Abstand besten Sturm der Liga zu beweisen (durchschnittlich 4 Tore pro Spiel).

Boston Bruins (2.) - Toronto Maple Leafs (3.)

Wie bereits in der vergangenen Spielzeit treffen die Boston Bruins auf den Erzrivalen aus Toronto. Es sind immer heisse Duelle zwischen den beiden Teams. Die Bruins sind ein wahres Playoff-Team, das einige Spielertypen ala Maxim Lapierre in ihren Reihen hat. Zudem sind noch eine Handvoll erfahrene Spieler wie der mehrmals zum besten Defensivcenter gewählten Patrice Bergeron, Hitzkopf Brad Marchand und der 205 cm grosse Zdeno Chara im Kader, die zum Stanley Cup Sieg 2011 beigetragen haben.

Die Toronto Maple Leafs zeichnen sich weniger durch hartes Spiel aus und sind auch deshalb in der vergangenen Saison an den Bruins gescheitert. Mit John Tavares, Auston Matthews und Mitchell Marner haben sie zwar einige hochkarätige Einzelspieler in ihren Reihen, denen aber die jahrelange Playoff-Erfahrung noch fehlt und die mehr mit schönen Spielzügen als mit harten Checks auf sich aufmerksam machen. Den Maple Leafs fehlt vor allem die Qualität in der Defensive. Nach erhaltener Gegentore wären sie nämlich nicht in den Playoffs gestanden.

Die Playoff-Teams der Eastern Conference in der Tabelle. (screenshot: nhl.com)


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