Playoff-Viertelfinal Vorschau 2019 - Das Duell der Titanen zwischen Zug und Lugano.

Noch 28 Stunden bis in der National League die für jeden Hockeyfan beste Zeit des Jahres beginnt. HockeyInfo macht in allen vier Serien den Check. Heute an der Reihe: Das Duell zweier Finalisten der letzten Jahre, Zug und Lugano.

Ausgeglichene Punkteverteilung in der Qualifikation

Bereits sechs Mal trafen Zug und Lugano aufgrund der Ortsgruppen in der Regular Season aufeinander. Während die Innerschweizer die ersten drei Saisonduelle für sich entschieden, kehrten die Tessiner den Spiess in den letzten drei Partien wieder um. Insgesamt drei Duelle wurden mit einem Tor Unterschied entschieden, aber keines ging in die Verlängerung. Auch in der Vorsaison gab es jeweils drei Siege für beide Teams.

Seit der Einführung der Playoffs trafen Zug und Lugano bisher fünfmal aufeinander. Dabei gewann Lugano viermal. Drei Siege waren allerdings vor 2002. Damals waren die Stärkeverhältnisse noch deutlich verschoben. Seither gewann 2013 Zug und 2016 Lugano jeweils die Viertelfinal-Serie.  

Die Form von Lugano scheint momentan etwas besser zu sein. Von den letzten zehn Spielen haben sie sieben gewonnen, was die Bianconeri zum formstärksten Team der Liga macht. Zug hingegen hat gleich fünf der letzten sieben Spiele verloren. Handelt es sich dabei tatsächlich um eine Formschwäche? Oder haben sie sich nur etwas geschont? Falls zweiteres der Fall ist, können sie auf Knopfdruck wieder an ihre starke Form von Saisonmitte anknüpfen?

Hofmann will noch den Titel mit Lugano

Wie immer werden die Topskorer der beiden Teams im Vordergrund stehen. Bei Gregory Hofmann ist es aber eine ganz besondere Angelegenheit. Der Topskorer der Luganesi wechselt im Sommer nämlich in die Zentralschweiz und will dann mit den Zugern angreifen. Nach dem verlorenen Final vor einem Jahr versprach er aber in einem Interview, dass er Lugano nicht verlassen wird, bevor er mit den Tessinern den Meistertitel gewinnt. Um dieses Versprechen zu halten, müsste er seine zukünftigen Teamkollegen wie bereits vor einem Jahr frühzeitig in die Ferien schiessen. Damals schieden die Zuger gegen den späteren Meister aus Zürich aus.

Gregory Hofmann ist mit 30 Treffern der beste Torschütze der Regular Season. (TOPpictures/Sergio Brunetti)

Prognose

Als Head Coach hat Dan Tangnes noch nie eine Playoff-Serie gewonnen. Er scheiterte mit Linköping in der schwedischen Meisterschaft dreimal hintereinander in den Viertelfinals. Greg Ireland schaffte mit Lugano in den vergangenen zwei Jahren mindestens den Sprung in den Halbfinal.

Diese Miniserie wird Ireland nicht anhalten können. Denn Tangnes lässt sich im Hinblick auf die Playoffs nicht unter Druck setzen oder aus der Ruhe bringen. Auch wenn seine Jungs zuletzt Schwächen gezeigt haben, werden sie sich wieder steigern können. Der Schwede Dennis Everberg wird in dieser Serie eine zentrale Rolle einnehmen und mit seinen 193 cm und 93 kg viel Druck vor dem Tor machen. Er wird nicht wie sein Vorgänger Viktor Stalberg in den Playoffs abtauchen, sondern erst dann so richtig aufblühen.

Dennis Everberg verrichtet die dreckige Arbeit vor dem Tor und drückt die Scheibe über die Linie. (TOPPictures Dominic Richter)

Auf der anderen Seite wird Maxim Lapierre keinen so grossen Einfluss mehr haben. Er wird wieder mehr durch Provokationen auffallen als sich auf dem Skorerblatt eintragen. Und mit Thomas Thiry haben die Zuger einen schlauen Verteidiger, der Lapierre aus dem Spiel nehmen.

Zug wird sich deshalb in der Serie durchsetzen. Die Resultate werden aber meist sehr knapp sein.

Endresultat in der Serie: 4:2 für den EV Zug


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