Halbzeit in der NHL - Die Metropolitan Division in der Übersicht

Heute berichten wir Euch über die vierte und letzte Division in der NHL. Dabei handelt es sich um die Metropolitan Divison aus der Eastern Conference.

Das Überraschungsteam

Im Sommer war die Enttäuschung gross, als John Tavares die New York Islanders nach neun Jahren verliess. Mit dem Abgang war nicht nur ein jahrelanger Franchise-Spieler verloren gegangen, sondern auch etwa 30 Tore und insgesamt 70 Punkte pro Saison. Da weder ein gleichwertiger Ersatz verpflichtet werden konnte, noch junge Talente, welche eine grössere Rolle übernehmen konnten, vorhanden waren, blieben die Erwartungen für diese Spielzeit ziemlich niedrig. Denn wie soll ein Team plötzlich ohne Tavares die Playoffs erreichen, wenn dies das Jahr zuvor nicht einmal mit dem Superstar gelungen war.

Nach 40 Spielen sieht es anders als erwartet aus. New York belegt den vierten Tabellenplatz der Eastern Division und steht auf einem Wild Card-Platz. Zudem haben sie zwei Spiele weniger als die Konkurrenz in der Atlantic Division.

Das Team hat die beste Defensive der Liga und erst 116 Tore zugelassen. Dadurch kann die vergleichsweise weniger furchteinflössende Offensive kompensiert werden. Einzig Matthew Barzal ist ein deutlich überdurchschnittlich guter Spieler und kann in einzelnen Partien die Differenz ausmachen. Ansonsten lebt das Team von dem Kollektiv. Trainer Barry Trotz, Stanley Cup Sieger 2018, hat die Mannschaft hervorragend eingestellt und ist wohl der wichtigste Grund für das gute Abschneiden seines Teams.

Die Defensive ist die grösste Stärke der Islanders. (Joshua Sarner/Icon Sportswire) 

Die Enttäuschungsmannschaft

Die Philadelphia Flyers enttäuschen in dieser Saison einmal mehr. Trotz sehr starker Einzelspieler kann das Team nicht mit den jetzigen Playoff-Anwärtern mithalten. Das grösste Problem liegt im Tor der Flyers. Schon sieben unterschiedliche Torhüter standen in dieser Saison auf dem Matchblatt, einzig Youngster Carter Hart (20) kann den Verantwortlichen etwas Hoffnung für die Zukunft geben.

Letztes Jahr gelang Philadelphia noch die Playoff-Qualifikation, in dieser Saison liegen sie weit davon entfernt und ligaweit auf dem zweitletzten Platz. Dabei haben sie so viel hochkarätiges Spielermaterial wie zum Beispiel Claude Giroux, Sean Couturier und Jakub Voracek. In dieser Saison wurden bereits General Manager und Trainer ausgewechselt, eine Besserung war bisher aber noch nicht wirklich in Sicht.

Was ebenfalls erwähnenswert ist: Nico Hischiers Konkurrent um den Nummer 1 Draft Nolan Patrick hat noch nicht so eingeschlagen wie der Schweizer und liegt erst bei 43 Punkten in 117 Spielen.

Die Aussichten für die Playoffs

In der Metropolitan Division hat sich eine Gruppe von vier Teams leicht vom Rest abgespalten. Dabei handelt es sich um die Titelverteidiger Washington Capitals (59), die Pittsburgh Penguins (56), die Columbus Blue Jackets (55) und die New York Islanders (52). Sie alle haben mindestens fünf Punkte Vorsprung auf die fünftplatzierten Carolina Hurricanes. Der Titelverteidiger Washington ist der offensichtliche Favorit auf den ersten Platz, während Pittsburgh und Columbus ebenfalls als klare Playoff-Teilnehmer gehandelt wurden und diesem Name gerecht werden dürften.

Die Islanders befinden sich mit den Buffalo Sabres und den Montréal Canadiens aus der Atlantic Divsion im Kampf um die Wild Card-Plätze. Wie bereits gestern erwähnt, wird Buffalo wohl einen Wild Card-Platz belegen. Die Chancen der Islanders und der Canadiens stehen bei 50:50.

Dass Carolina Punkte gutmachen kann und im Kampf um die Playoffs doch noch ein Wörtchen mitreden kann, ist ziemlich unwahrscheinlich. Zu wenig Tiefe hat die Mannschaft.

Am Ende befinden sich die New York Rangers (43), Nico Hischiers New Jersey Devils (41) und die Philadelphia Flyers (38). Die Rangers befinden sich zurzeit noch in einem Rebuild, weshalb das Verpassen der Postseason keine grosse Enttäuschung ist. Den Devils hatte man eine erneute Playoff-Qualifikation kaum zugetraut. Und bei den Flyers gibt es wohl nichts mehr zu sagen.

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